Großreinemachen in den Landkreis-Schulen

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Jetzt geht‘s los: In der Wilhelm-Leuschner-Schule wird während der Ferien grundlegend gereinigt. Dabei kommen auch Spezialmaschinen zum Einsatz. Auf unserem Bild sind zu sehen: Die Reinigungskräfte Nasife Dost (von links), Claudia Bandelow und Birgit Ruks, Bernadette Aust, Detlef Windemuth, Pauline Ehrlich und Thomas Hartmann.

Kreis Kassel/ Niestetal. Noch sind Schulferien. Aber in den Klassen- und Fachräumen der Landkreisschulen sowie Turnhallen ist dennoch Leben. Dort werden Reinigungsarbeiten erledigt.

Schüler und Lehrer sind noch bis zum 4. September in den Sommerferien. Während der Schulbetrieb ruht, sind die Reinigungskräfte in den Schulen und Sporthallen des Landkreises Kassel im Großeinsatz. Alle Böden und das Inventar werden grundlegend gereinigt.

Auch aus den Fenstern der Wilhelm-Leuschner-Schule (WLS) in Niestetal dröhnen die Motoren der Reinigungsmaschinen über den Schulhof. Pauline Ehrlich setzt für den Linoleum-Boden einen chemischen Grundreiniger ein, um die Versiegelung zu lösen. Nach dem ersten Arbeitsschritt werden die Böden abgesaugt und anschließend neu versiegelt.

Die 59-jährige Mitarbeiterin des Landkreises trägt einen Geruchsschutz. „Den kann man tragen, muss es aber nicht“, sagt WLS-Hausmeister Thomas Hartmann (45), der die Grundreinigung der rund 50 Klassen- und Facharbeitsräume, der Flure, Aula, Verwaltung und Sanitärräume leitet.

Zwei säubern die Turnhalle

In der WLS sei während der Sommerferien immer rund die Hälfte der 12 Mitarbeiterinnen für die Grundreinigung in der Schule vor Ort. Jeweils zwei Kräfte reinigen die Sporthalle, so der Hausmeister.

Grundlegende Reinigungsarbeiten lassen sich nur in den Ferien erledigen: „Wir reinigen in den Schulen auch das komplette Inventar“, sagt Detlef Windemuth (55), Fachdienstleister im Kreisbauamt.

Landkreis-Mitarbeiterin Pauline Ehrlich arbeitet bei der Grundreinigung eines Klassenraumes mit Geruchsschutz an einer 1-Scheiben-Tellermaschine.

Im Gegensatz zu anderen Kreisen und Städten werde der Landkreis an der Grundreinigung im Sommer festhalten, sagt Harald Kühlborn. Noch eine Besonderheit gebe es beim Landkreis, so der Kreissprecher weiter: „Mit Fulda gehören wir zu den einzigen Landkreisen in Hessen, die nur eigene Reinigungskräfte einsetzen. Das sei laut Gutachter wirtschaftlicher als eine Fremdvergabe, betont Kühlborn. Es gebe Fälle, in denen der Einsatz privater Reinigungsfirmen zu größeren Qualitätsproblemen geführt habe.

Der Landkreis lege im Vergleich mit Privatunternehmen dieselben Quadratmeterzahlen für die zu reinigenden Flächen an. „Wir bezahlen unsere Reinigungskräfte nach Tarif“, unterstrich der Kreissprecher.

Für die Grundreinigung in den Schulen kommen unterschiedliche Maschinen zum Einsatz. Maschinen, die man selten oder zusätzlich braucht, stelle der kreiseigene Gerätepool zur Verfügung, sagt die Koordinatorin der Einsätze, Bernadette Aust (52).

Die Reinigungsmittel- und Geräte werden in diesem und im nächsten Jahr für ein Auftragsvolumen von 485 000 Euro an zwei Firmen aus Kassel vergeben. Man setze für alle Reinigungsvorgänge nur Mittel ein, von denen keine gesundheitliche Gefährdung ausgehe. Dennoch sei das Ziel, von der Chemie wegzukommen und sukzessive auf ein Trockenreinigungsverfahren überzugehen, so Fachdienstleiter Detlef Windemuth.

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