750.000 Euro für den ersten Bauabschnitt

Gebäude zu alt: Grundschule Sandershausen soll teilweise abgerissen werden

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Neubau ist geplant: Zwei Gebäudeteile der Grundschule in Sandershausen sollen erneuert werden. Das älteste Gebäude der Schule wurde 1900 gebaut, eine Sanierungs ist deshalb nicht mehr sinnvoll.

Niestetal. Ein Teil der Grundschule im Niestetaler Ortsteil Sandershausen soll abgerissen und neu gebaut werden. Für den ersten Bauabschnitt sind bereits 750.000 Euro eingeplant.

Harald Kühlborn

Allerdings muss der Etat im Kreishaushalt erst noch vom Kreistag abgesegnet werden. Im alten Schulgebäude werden aktuell zwei Klassen unterrichtet, sagt Landkreissprecher Harald Kühlborn. Im obersten Stockwerk lebe außerdem ein Mieter. Doch das Gebäude ist alt, wurde bereits 1900 gebaut und muss erneuert werden. Aufgrund des Alters eigne es sich aber nicht zur Sanierung, so Kühlborn. 

Ein Architektenbüro hat nun eine Machbarkeitsstudie durchgeführt und dabei festgestellt: Nicht nur das alte Gebäude sollte weg, sondern auch das, in dem die Aula untergebracht ist. Die könnte dann dort neu entstehen, wo jetzt noch der alte Gebäudeteil steht. Der erste Erweiterungsbau der Grundschule entstand 1958, der zweite 1968.

Nicht nur das Alter der Gebäude spricht für einen Neubau, sondern auch die Schülerprognosen. Derzeit werden gut 190 Mädchen und Jungen in der Grundschule Sandershausen unterrichtet, bald könnten die Zahlen steigen. Im Altkreis Kassel könnten es mehr Schüler werden, als noch vor einigen Jahren gedacht. Schon jetzt gibt es größeren Raumbedarf an der Schule. Deshalb stehen einige große Container dort, in denen Schüler unterrichtet werden.

750.000 Euro eingeplant

Das hänge, so Kühlborn, auch damit zusammen, dass viele junge Familien ins direkte Umland von Kassel ziehen, und dass die Nachmittags-Betreuungsangebote in den Schulen gut angenommen werden. Dafür müsse es auch die entsprechenden Räume geben. Nun wird zudem überlegt, auch die Turnhalle abzureißen und in dem Areal neu zu bauen, in dem dann auch die Aula stehen könnte.

Der Grund: Die Halle, die 1968 gegenüber der Schule entstanden ist, steht heute in einem Renaturierungsgebiet. Das Land Hessen fördert den Hochwasserschutz und die Renaturierung von Bächen, die Halle ist aber im Weg. Ein Neubau der Sporthalle könnte so möglicherweise zum Teil mit einer Förderung vom Land bezahlt werden. 

Derzeit laufen noch Gespräche mit der Gemeinde Niestetal, sagt Kühlborn. Stimmen die Mitglieder des Kreistags dem Finanzplan für das Jahr 2017 zu, kann mit der konkreten Planung begonnen werden. 750.000 Euro sind für den ersten Bauabschnitt im Haushalt bereits eingeplant, darunter fallen auch die Kosten für die Planung. Der eigentliche Baubeginn steht dann Ende 2017 oder Anfang 2018 an, bis zum Jahr 2020 soll dann alles abgeschlossen sein, sagt Kreissprecher Harald Kühlborn.

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