Unterschriften werden ab Mitte März gesammelt

Hallenbad-Neubau in Niestetal: Jetzt haben die Einwohner das Wort

Soll in Niestetal ein neues Hallenbad gebaut werden? Die SPD will einen Bürgerentscheid in Gang setzen. Dafür müssen zunächst 870 Unterschriften von Unterstützern in Niestetal gesammelt werden. Unsere Montage zeigt, wie die Unterschriftenliste und das Schwimmbad aussehen könnten. Fotos: dpa; Montage: HNA / Hermes

Niestetal. Soll in Niestetal als Ersatz für das marode Wichtelbrunnenbad ein Hallenbad gebaut werden? Darüber dürfen in den kommenden Wochen die Niestetaler abstimmen.

Die Vorbereitungen für ein Bürgerbegehren zum Hallenbad-Neubau in Niestetal laufen. Das teilte SPD-Fraktionsvorsitzender Jens Dieter Horn auf Anfrage der HNA mit. Mitte März soll mit dem Sammeln der notwendigen Unterschriften begonnen werden.

Mindestens 870 Bürger müssen das Begehren mit ihrer Unterschrift unterstützen, um es zum Erfolg zu führen. Anfang bis Mitte Mai sollen die Listen voll sein. Der Bürgerentscheid könnte dann im zweiten Halbjahr 2015 stattfinden.

Beim Bürgerbegehren und Bürgerentscheid muss eine konkrete Frage gestellt werden, die die Wahlberechtigten entweder mit „Ja“ oder „Nein“ beantworten können. Wie die Frage genau formuliert sein wird, steht noch nicht fest. Denkbar ist laut Horn folgende Formulierung für die Unterschriftenliste: „Ich wünsche die Durchführung eines Bürgerentscheids mit folgender Fragestellung: Soll in Niestetal ein Hallenbad gebaut werden?“

Sanierung keine Alternative

Seit die SPD Ende Februar ihre Pläne für einen Bürgerentscheid zum Schwimmbadbau öffentlich gemacht hat, wird das Vorhaben in Niestetal breit diskutiert. Nun suchen die Sozialdemokraten nach Mitstreitern für die Unterschriftensammlung. „Wir wollen nicht alleine losziehen“, sagt Horn. Die DLRG und etliche Bürger hätten bereits ihre Mitarbeit angeboten.

Die Position der SPD ist ganz klar: „Wir wollen den Neubau“, sagt der SPD-Fraktionschef. Die Sanierung des Wichtelbrunnenbads sei keine Alternative und komme auf keinen Fall infrage. Die Sanierung des beliebten Familienbads würde 5,5 Millionen Euro kosten, nach 15 Jahren könne man von der nächsten Sanierung ausgehen. Ein Neubau wird mit gut 6 Millionen Euro veranschlagt, hier sei mit einer Zeitspanne von 40 Jahren zu rechnen. „Wenn sich die Bürger für den Neubau entscheiden, dann machen wir es“, sagte Horn. Wenn sie sich mehrheitlich dagegen entscheiden, „dann wäre auch das Wichtelbrunnenbad auf absehbare Zeit am Ende“, meint der Chef der Mehrheitsfraktion im Gemeindeparlament. Die große Sanierung werde es jedenfalls nicht geben.

Bei den laufenden Ausgaben für ein neues Hallenbad geht Horn von 280.000 Euro jährlichen Mehrkosten gegenüber dem Wichtelbrunnenbad aus. Dieses muss pro Jahr mit 450.000 Euro von der Gemeinde bezuschusst werden. Bei einem Neubau rechne man mit jährlichen Ausgaben von rund 900.000 Euro. Hiervon müssten allerdings noch die Einnahmen abgezogen werden, sagt Horn. So lande man bei einem Zuschussbedarf von 730.000 Euro pro Jahr, also 280.000 Euro mehr als bisher.

Vorschlag zur Kostendeckung

Die Mehrkosten seien vor allem Kosten für Abschreibung und Zinsen. „Wir haben einen Vorschlag zur Kostendeckung“, sagt Horn. Wie der aussieht, soll demnächst bekannt gemacht werden.

In der gedruckten Ausgabe am Montag lesen Sie außerdem:

- Bürgerentscheid: 2175 Niestetaler müssen mit „Ja“ stimmen

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