Hochwasserschutz in Niestetal vor Fertigstellung

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Es läuft alles nach Plan: Markus Heimann vom Bauamt der Gemeinde Niestetal überzeugt sich vom Baufortschritt des Projekts Renaturierung und Hochwasserschutz auf dem rund 80 000 Quadratmeter großen Gelände gegenüber des Rathauses. Fotos: Sommerlade

Niestetal. Die Bauarbeiten zum Hochwasserschutz zwischen Heiligenrode und Sandershausen stehen kurz vor dem Abschluss.

Markus Heimann ist zufrieden. „Hier läuft alles reibungslos. Das Projekt steht kurz vor der Fertigstellung“, sagt der Technische Angestellte des Bauamts und meint damit die Bauarbeiten zum Hochwasserschutz zwischen den beiden Ortsteilen Heiligenrode und Sandershausen. Auf dem 80 0000 Quadratmeter großen Gelände gegenüber des Rathauses ist der Großteil der Arbeiten zur Errichtung eines Schutzwalls und einer Flutmulde fertiggestellt.

Vereinzelt führen Facharbeiter der Baufirma Emmeluth noch Restarbeiten aus: An den mit Steinen gefüllten Gabionen beispielsweise, die im Bereich direkt gegenüber des Rathauses als Wall. Oder entlang der provisorisch angelegten Baustraße, die nach Abschluss der Arbeiten wieder zurückgebaut wird.

Seit dem Baubeginn Mitte Februar wurden 15 000 Kubikmeter Erde bewegt, um zusätzlichen Flutraum zu schaffen. Dafür wurde das Gelände abgesenkt und eine Flutmulde errichtet. „Diese kann im Falle eines Hochwassers kontrolliert überflutet werden, um ein zu starkes Ansteigen des Wassers zu verhindern“, erklärt der Projektleiter. Schon in den 90er Jahren habe man sich in Niestetal mit dem Thema Hochwasserschutz beschäftigt. „Damals sind wir schon mit Gummistiefeln und vielen Ideen die Nieste entlang gestapft“, erinnert sich Bauamtsleiter Peter Lieder. Das knapp Million Euro umfassende Projekt sei eine „geniale Maßnahme“, die gleich mehrere positive Aspekte vereint: „Das ist ein gelungener Ausgleich für das Gewerbegebiet Sandershäuser Berg, der Mehrwert für die Menschen und die Natur bedeutet“, fasst der Bauamtsleiter zusammen. Großen Wert habe man vor allem auf die umweltfreundliche Umsetzung gelegt. So wurde die Nieste bei der naturschutzrechtlichen Ausgleichsmaßnahme mit zwei neu geschaffenen „Niesteschlingen“ naturnah umgestaltet und erhielt dabei zum Teil ihr ursprüngliches Flussbett zurück.

Von Martina Sommerlade

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