Solartechnik-Hersteller rechnet 2014 mit Gewinn

Jahresbilanz: SMA schreibt tiefrote Zahlen – Neuheiten sollen Wende bringen

Niestetal/Frankfurt. Der Niestetaler Solartechnik-Hersteller SMA hat 2013 tiefrote Zahlen geschrieben. In diesem Jahr will er in die Gewinnzone zurückkehren.

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Wie Vorstandssprecher Pierre-Pascal Urbon gestern während der Bilanzvorlage in Frankfurt erklärte, strebt das Unternehmen ein ausgeglichenes Ergebnis an, bestenfalls könnte am Ende sogar ein Vorsteuergewinn von 20 Millionen Euro in den Büchern stehen. Gleichzeitig versicherte Urbon, dass kein weiterer Personalabbau geplant sei. Wie berichtet, hat SMA 680 Vollzeitstellen gestrichen. 800 Mitarbeiter verließen das Unternehmen gegen Abfindungen.

Die Rückkehr in die Gewinnzone soll vor allem mithilfe neuer Produkte gelingen – etwa ein Solarwechselrichter mit integriertem Batteriespeicher, Mikro-Richter für einzelne Module oder Kleinstanlagen und völlig neuartige Geräte, die wesentlich leichter und kompakter und damit preiswerter sind.

„Wir haben tolle Produkte, und wir verstehen unser Handwerk“, gab sich Urbon betont zuversichtlich. „Wir sind sicher, dass wir die Wende schaffen“. 2014 soll der Umsatz auf eine bis 1,3 Mrd. Euro steigen. 2013 waren die Verkaufserlöse gemäß Prognosen um 36 Prozent auf 932,5 Mio. Euro eingebrochen. Unterm Strich erlitt SMA einen Verlust von fast 67 Mio. Euro. Das war zwar weniger als vorhergesagt, aber mehr als Analysten erwartet hatten. In der Folge gab der Aktienkurs um 5,54 Prozent auf 42,81 Euro nach.

Aktualisiert um 19.20 Uhr

Grund für das schlechteste Geschäftsjahr seit Unternehmensgründung waren nicht nur der starke Preisverfall auf dem Fotovoltaik-Markt sowie der massive Absatzrückgang vor allem im Inland und Europa, sondern auch die massiven Marktverschiebungen weg von der Alten Welt und hin nach Asien. Wurde 2010 die globale Wechselrichterproduktion zu 63 Prozent in Europa und 16 Prozent in Asien abgesetzt, kehrte sich das Verhältnis 2013 zugunsten Asiens um: 24 zu 62 Prozent. Treiber in Fernost sind China und Japan. Von dieser Entwicklung war SMA weitgehend abgekoppelt. Urbon ist aber überzeugt, „dass wir dort mittel- und langfristig Fuß fassen und unseren Teil des Kuchens abbekommen“.

Von José Pinto

Rubriklistenbild: © picture-alliance/ dpa

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