Kommentar zur Lage bei SMA: Zu lange gewartet

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Niestetal. 1600 der aktuell fast 4700 Stellen sollen beim Niestetaler Solartechnik-Hersteller SMA gestrichen werden. Dazu ein Kommentar von José Pinto.

Auf den atemberaubenden Aufstieg folgt ein beispielloser Fall. SMA trennt sich binnen Monaten von einem Drittel seiner Leute, muss für 2014 einen dreistelligen Millionen-Verlust verkraften und ganz nebenher ein neues Geschäftsmodell entwickeln. Das alte, subventionsbasierte taugt nicht mehr, und die solaren Boom-Märkte China und Japan hat SMA schlicht und ergreifend verpennt.

Zu lange haben sich die Niestetaler dem Irrglauben hingegeben, Chinesen und andere kluge Asiaten könnten ihnen technologisch nicht das Wasser reichen. Zu lange haben sie an einer teuren deutschen Produktion festgehalten. Noch vor zwei, drei Jahren wurden entsprechende Warnungen in den Wind geschlagen. Und zu lange hat der Vorstand gebraucht, die jetzt anstehenden schmerzlichen Schritte einzuleiten.

SMA kann mit einer Fokussierung auf High-End-Produkte für entwickelte Märkte, mit Billigfertigung in Schwellenländern, mit feiner Bahntechnik und intelligenten Insellösungen sowie dem Standort Sandershäuser Berg ein neues Kapitel aufschlagen.

Kontakt zum Autor: jop@hna.de

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