Kommentar zur Schenkung bei SMA: Prämien zur Unzeit

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Niestetal. Die SMA-Gründer haben den Vorständen Geld geschenkt, damit diese Aktien ihres Unternehmens kaufen. Das ist ihr gutes Recht, findet HNA-Redakteur José Pinto.

Mit der Schenkung sollten die Vorstände als Miteigentümer von SMA stärker in die Pflicht genommen werden. Zum einen können Die Gründer mit ihrem Privatvermögen tun und lassen, was sie wollen. Zum anderen ist es gängige Praxis und völlig legitim, Vorstände mit Prämien und Aktienoptionen langfristig zu binden.

Gleichwohl: Der Zeitpunkt für die Belohnung der SMA-Führungsriege hätte unglücklicher kaum gewählt werden können. Unternehmenslenker angesichts einer aufziehenden schweren Krise zu beschenken, zeugt von wenig Fingerspitzengefühl. Warum nicht warten, bis die Krise überwunden und der massive Stellenabbau weitgehend verdaut ist?Zur unbequemen Wahrheit gehört aber auch, dass SMA-Vorstände gemessen an vergleichbaren Unternehmen bei den Grundbezügen in der Tat zu den „Niedrigverdienern“ gehören, weil die SMA-Gehälter in der Vergangenheit generell mit hohen Gewinnbeteiligungen gepuscht wurden. Die Zeiten sind aber vorerst vorbei.

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