HNA-Meinung

Kommentar zu Gabriel in Niestetal: "Besuch ernüchtert"

Holger Schindler

Etwa hundert Genossen und genauso viele Vertreter von Firmen und Institutionen, die sich in Nordhessen für die erneuerbaren Energien engagieren, waren im Atrium der Niestetaler Solarfirma versammelt. Sie hörten, was Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) zu sagen hatte. Ein Kommentar von Holger Schindler.

Dass Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel nach Nordhessen kam und sich den Forderungen nach Beschleunigung der Energiewende stellte, kann sich die SPD als Erfolg ans Revers heften. Doch bei dem inhaltlichen Tableau, das Gabriel aufblätterte, dürfte sich bei den Protagonisten der erneuerbaren Energien Ernüchterung breitgemacht haben.

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Denn statt der erhofften Zusagen gab es vom Minister unbequeme Antworten. Etwa die, dass die Wünsche zwar verständlich sind (und auch Arbeitsplätze in Nordhessen sichern würden), aber dass ein bloßes Weiter-so die Energiewende als Ganzes gefährden würde – mit fatalen Auswirkungen auf die gesamte Wirtschaft. Ein Aufbruchssignal für die vielen großen und kleinen Investoren, die in Nordhessen in den Startlöchern stehen, war das nicht. Sie werden abwarten, was die EEG-Reform bringt. 1,4 Milliarden Euro befinden sich weiter in der Warteschleife.

Nötig ist jetzt ein Gesetz, das eine langfristige und verlässliche Perspektive eröffnet. Nur so wird die Energiewende vor Ort weitergehen.

Email an den Autor unter: hog@hna.de

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