Fachfirma hat nachgepflanzt

Lärmschutz an der A7: Neues Grün für Niestetaler „Klagemauer“

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Niestetal. Grün soll sie werden, die Lärmschutzwand in Niestetal unweit der Autobahn 7. Fast zwei Jahre nach der Bepflanzung ist sie allerdings noch überwiegend grau.

Das soll sich nun ändern: Die mit der Pflege beauftragte Firma hat nachgepflanzt.

Die 200 Meter lange Wand des Oldenburger Herstellers [k]nord war für 200.000 Euro gebaut worden, um Anwohner vor dem Lärm der Straße zu schützen. Hintergrund war der Umbau des Gewerbegebiets Sandershäuser Berg, durch den die Straße zu einem viel befahrenen Zubringer wurde. Wenn sie auch ihren Zweck erfüllt – wegen ihres tristen Erscheinungsbilds wurde sie als Klagemauer bezeichnet. Sie besteht aus mit Erde gefüllten Stahlmatten, an denen sich Pflanzen hochranken sollen.

Nach einem HNA-Bericht Mitte September wurde die zuständige Gärtnerei jetzt aktiv und hat zusätzlich 100 junge Efeu-Pflänzchen sowie 40 Pflänzchen Wilder Wein eingetopft. Sie kommt damit ihrer Ankündigung nach, bei guter Witterung nachzubessern. Die Sache sei vom Landschaftsgärtner nicht so angegangen worden, wie man es sich gewünscht hätte, hieß es damals auf Nachfrage bei der Firma Wachenfeld in Korbach.

Herbst ist Pflanzzeit

„Ihre Berichterstattung hat geholfen“, sagt Markus Heimann vom Bauamt der Gemeinde Niestetal. Die Pflanzzeit im Herbst werde durch die Niederschläge der letzten Tage positiv unterstützt. Solange der Boden nicht gefroren sei, hätten die mit Erdballen eingepflanzten Mikro-Wurzeln eine gute Möglichkeit, sich zu entwickeln. „Hoffen wir gemeinsam, dass die Pflanzen diesmal angehen und wir im nächsten Jahr tatsächlich eine grüne Wand in weiten Teilen wachsen sehen werden“, so Heimann.

Der Niestetaler Manfred Moll, der nahe der Gesamtschule in Heiligenrode wohnt, kommt auf seinem Spaziergang häufig an der Wand vorbei. Er ist guter Dinge: „Wenn die Wand erst mal bewachsen ist, dann sieht das auch gut aus.“ Den Fehler sieht er ganz klar bei der Landschaftsgärtnerei. „Hier wurden Pflänzchen gesetzt und sich dann nicht gekümmert. Nach dem Motto: Wird schon allein wachsen“.

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