Stellenabbau

SMA-Krise: Wohl keine betriebsbedingten Kündigungen

Niestetal. Der Niestetaler Solartechnik-Hersteller SMA hat das vergangene Jahr mit einem deutlich höheren Verlust abgeschlossen als bisher angenommen.

Unterm Strich verlor das Unternehmen fast 174 Millionen Euro und damit zweieinhalb Mal mehr als im Vorjahr. Dagegen lag der Umsatz mit gut 805 Mio. Euro geringfügig höher als erwartet.

SMA wird den Abbau von weltweit 1600 Vollzeitstellen aller Voraussicht nach ohne betriebsbedingte Kündigungen über die Bühne bringen. Wie Vorstandssprecher Pierre-Pascal Urbon im Vorfeld der Bilanzpressekonferenz erklärte, hätten sich 1500 Mitarbeiter einem Abfindungsprogramm angeschlossen. Über die restlichen 100 Stellen werde noch mit dem Betriebsrat verhandelt.

Vom geplanten weltweiten Abbau von 1500 bis 1600 Vollzeitstellen entfallen 1100 bis 1200 auf Niestetal und Kassel. Der Großteil der Betroffenen nimmt an einem Abfindungsprogramm teil. Über 100 Stellen wird noch mit dem Betriebsrat verhandelt. Der Vorstand geht davon aus, dass der Personalschnitt ohne betriebsbedingte Kündigungen gelingt.

Hintergrund dieser Entwicklung ist die Krise auf den europäischen Solartechnik-Märkten sowie ein weltweiter Preisverfall infolge asiatischer Billigkonkurrenz. SMA stellt Wechselrichter her, die in Solarzellen gewonnenen Gleich- in netztauglichen Wechselstrom wandeln.

SMA erwartet auch für das laufende Jahr rote Zahlen. Der Vorstand rechnet mit einem operativen Minus von 30 bis 60 Millionen Euro. Im vergangenen Jahr waren es 165 Millionen Euro. Erst 2016 soll die Gewinnzone erreicht werden.

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Rubriklistenbild: © picture-alliance/ dpa

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