Erwartungen von Branchenkennern übertroffen

SMA leitet Wende ein: Umsatz steigt kräftig, Verlust sinkt

Kassel. Der Niestetaler Solartechnik-Hersteller SMA kämpft sich aus der Krise. Im ersten Quartal legte er beim Umsatz um 28 Prozent auf 226,3 Millionen Euro zu.

Der Niestetaler Solartechnik-Hersteller SMA kämpft sich langsam aus der Krise. In den ersten drei Monaten legte das Unternehmen beim Umsatz um 28 Prozent auf 226,3 Millionen Euro zu. Dieser Wert liegt am oberen Ende der jüngsten Prognose. Der operative Verlust – also das Minus aus dem Kerngeschäft – verringerte sich um 76 Prozent auf 5,4 Mio. Euro, was den positivsten Erwartungen entspricht. Unterm Strich bleibt ein Minus von 7,9 Mio. Euro – gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist das mehr als eine Halbierung.

SMA stellt insbesondere Wechselrichter in allen Größen her, die in Solaranlagen gewonnenen Gleich- in netztauglichen Wechselstrom wandeln. Außerdem baut das Unternehmen kombinierte Kraftwerke für entlegene Siedlungen und Bahntechnik.

Grund für die vergleichsweise gute Entwicklung ist das boomende Geschäft mit solaren Großkraftwerken in den USA, Australien, Japan und Großbritannien. 88 Prozent des Umsatzes machen die Niestetaler mittlerweile im Ausland. Im 1. Quartal 2014 lag die Exportquote bei 71 Prozent.

An seiner Jahresprognose von 730 bis 770 Mio. Euro Umsatz sowie 30 bis 60 Mio. Euro operativen Verlusts hält das Unternehmen jedoch fest. Einige Analysten halten diesen Ausblick inzwischen für zu vorsichtig, zumal SMA nach Angaben von Vorstandssprecher Pierre-Pascal Urbon mit dem Umsatz und dem Auftragsbestand bereits Ende März mehr als 60 Prozent des Umsatzziels erreicht hat.

Zu den guten Zahlen trugen auch der schwache Euro bei, der sich positiv auf Geschäfte im Dollar-Raum auswirkt, sowie die Senkung der Kosten im Zuge der Restrukturierung. „Mit dem finanziellen Ergebnis sind wir zufrieden“, kommentierte Urbon die aktuellen Zahlen. Gleichzeitig betonte er, das die für 2016 angestrebte Rückkehr in die Gewinnzone „kein Sprint, sondern ein Marathon“ sei.

SMA ist derzeit dabei, 1600 der zuletzt 4700 Vollzeitstellen abzubauen, davon 1100 bis 1200 am Firmensitz, was 1400 bis 1500 Köpfen entspricht. Betriebsbedingte Kündigungen soll es aber nicht geben. Die Betroffenen scheiden gegen Abfindungen aus.

Die Anleger quittierten die Quartalszahlen mit Freude. Die SMA-Aktie legte gestern in der Spitze 8,5 Prozent zu und ging mit 14,80 Euro aus dem Handel

Lesen Sie dazu auch:

- SMA schränkt Aktivitäten in China ein

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.