Gewerbegebiet an A7

SMA lüftet Geheimnis um neue Solaranlage

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Sonnenfänger zu Testzwecken: In Sichtweite der Autobahn 7 (rechts) hat SMA im Gewerbegebiet Sandershäuser Berg eine Freiland-Fotovoltaikanlage gebaut. Dort erprobt das Unternehmen neue Technologien. Foto: Ketteritzsch

Niestetal. Das Geheimnis um die neue Freiland-Fotovoltaikanlage von SMA im Gewerbegebiet Sandershäuser Berg ist gelüftet.

Der Solarpark, der in den vergangenen drei Monaten nur einen Steinwurf vom Service-Center des Solartechnikherstellers an der Autobahn 7 entfernt entstanden ist, dient dem Test neuer Systemlösungen für den weltweiten Einsatz in Fotovoltaik-Großanlagen.

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Das teilte SMA am Dienstag auf HNA-Anfrage mit. Konkret werden dort unter anderem neue Wechselrichter erprobt, die den durch Sonne erzeugten Gleichstrom in netztauglichen Wechselstrom umwandeln, sowie Batteriespeicherlösungen. „Die Freiflächenanlage haben wir speziell für unsere Testzwecke konzipiert“, sagte das für technische Entwicklung zuständige Vorstandsmitglied Jürgen Reinert. Die Systemlösungen könnten in direkter Nähe zur Entwicklungsabteilung von SMA unter realen Bedingungen getestet und den Kunden präsentiert werden, so Reinert. Das spare Zeit und Kosten.

Die umzäunte Anlage, die gegenüber dem Solarpark der Städtischen Werke Kassel entstanden ist, wurde inzwischen in Betrieb genommen. Der dort produzierte Strom fließt direkt in das benachbarte Service-Center, das sogenannte Solarwerk 3. Darüber hinaus kann er auch an den anderen SMA-Standorten in Niestetal verbraucht werden.

Die Anlage hat in der Spitze eine Leistung von 3,2 Megawatt. Zum Vergleich: Die benachbarte Freilandanlage der Städtischen Werke kommt auf 0,8 Megawatt, die in der Region mit Abstand größte Anlage in der früheren Fritz-Erler-Kaserne in Fuldatal-Rothwesten ist auf bis zu 20 Megawatt ausgelegt. Das Grundstück, auf dem die Freiland-Fotovoltaikanlage entstanden ist, hat SMA von der Gemeinde Niestetal gepachtet.

Es ist Teil eines Areals innerhalb des Gewerbegebiets, das speziell für Fotovoltaikanlagen ausgewiesen wurde. Zu der Summe, die SMA in die Anlage investiert hat, machte das Unternehmen keine Angaben.

Von Peter Ketteritzsch

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