SMA-Gründer beschenkten Vorstand

1,25 Mio. für Aktienkauf: Experten finden SMA-Schenkung in Ordnung

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Der neueste der großen SMA-Bauwerke: Das Service-Zentrum auf dem Sandershäuser Berg an der A7. Das relativ junge Geschäftsfeld hat sich in den vergangenen Jahren gut entwickelt.

Kassel. Für Peter Drews sind die Dinge klar: „Der Vorstand hat noch nie so hart gearbeitet wie im vergangenen und diesem Jahr, und das haben wir honoriert“, rechtfertigt SMA-SMA-Mitgründer die Schenkungen aus seinem und Privatvermögen, dem der Partner Reiner Wettlaufer, Professor Werner Kleinkauf und Günther Cramer, der im Januar verstorben ist.

Pierre-Pascal Urbon

Demnach erhielten die Vorstände im Herbst zusätzlich zu ihren Jahresgrundgehältern von 350.000 Euro so genannte „einjährige variable Vergütungen“. Im Falle des Vorstandssprechers Pierre-Pascal Urbon waren es 853.000 Euro, Roland Grebe (IT und Personal) bekam 253.000 Euro, Dr. Jürgen Reinert (Technologie) 239.000 Euro und der unlängst ausgeschiedene Finanzvorstand Lydia Sommer 103.000 Euro – abzüglich Steuer natürlich und unter der Maßgabe für das Geld SMA-Aktien zu kaufen.

Dafür erwarben sie in mehreren Tranchen insgesamt 59.000 Anteilscheine (davon allein Urbon 39.000), was 0,58 Prozent der frei handelbaren knapp 8,7 Millionen Anteilscheine entspricht – nach Auskunft von Kapitalmarktbeobachtern zu wenig, um damit nachhaltig Kurspflege zu betreiben.

Roland Grebe

Für Professor Dr. Roland Klose, derfür die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) seit Jahren die Interessen der SMA-Aktionäre vertritt und das Unternehmen sehr gut kennt, birgt der Vorgang keinerlei Skandal-Potenzial. Zum einen, weil das Geld aus privaten Quellen stammt und das tiefrote Zahlen schreibende Unternehmen somit keinen Mittelabfluss erleidet, zum anderen aber auch, „weil die Grundbezüge nicht sonderlich hoch sind und es seit Jahren keine Gewinnbeteiligung gibt, weil SMA Verluste macht“, wie Klose erklärt.

Dr. Jürgen Reinert

Nach seiner Einschätzung habendie Gründer die Schenkung vorgenommen, um dem Vorstand in der aktuell sehr schwierigen Situation das Vertrauen auszusprechen und nach außen hin zu dokumentieren, dass sie sie hinter dessen Sanierungsstrategie stehen und an die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens glauben.

SMA: Die Geschichte des Unternehmens in Bildern

1981: Die drei Elektroingenieure, Günther Cramer, Peter Drews und Reiner Wettlaufer, gründen ein Ingenieurbüro für Regelsysteme. SMA wird unter dem damaligen Namen SMA Regelsysteme als Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) gegründet.
1981: Die drei Elektroingenieure, Günther Cramer, Peter Drews und Reiner Wettlaufer, gründen ein Ingenieurbüro für Regelsysteme. SMA wird unter dem damaligen Namen SMA Regelsysteme als Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) gegründet. © HNA/Archiv
1981: Die Erfolgsgeschichte von SMA begann mit sieben Mitarbeitern in den Räumen einer ehemaligen Bäckerei in der Kasseler Kohlenstraße. Bereits im Jahr darauf zog das Unternehmen an den heutigen Firmensitz in Niestetal. Damals hieß die heutige SMA Solar Technology AG noch „System-, Mess- und Anlagentechnik Regelsysteme GmbH“.
1981: Die Erfolgsgeschichte von SMA begann mit sieben Mitarbeitern in den Räumen einer ehemaligen Bäckerei in der Kasseler Kohlenstraße. Bereits im Jahr darauf zog das Unternehmen an den heutigen Firmensitz in Niestetal. Damals hieß die heutige SMA Solar Technology AG noch „System-, Mess- und Anlagentechnik Regelsysteme GmbH“. © HNA/Archiv
1998: An der firmeneigenen Photovoltaikanlage erläutert SMA-Geschäftsführer Peter Drews (links) dem hessischen CDU-Chef Roland Koch die Funktionsweise eines Solarwechselrichters. © HNA/Archiv
SMA-Geschäftsführer Günther Cramer (rechts) erläuterte Gerhard Schröder und Hessens Ministerpräsident Hans Eichel die Produktion des Wechselrichters "Sunny Boy". Ganz links Cramers Geschäftsführerkollege Peter Drews.
1998: SMA-Geschäftsführer Günther Cramer (rechts) erläuterte Gerhard Schröder und Hessens Ministerpräsident Hans Eichel die Produktion des Wechselrichters "Sunny Boy". Ganz links Cramers Geschäftsführerkollege Peter Drews. © HNA/Herzog
2000: Die erfolgreiche Internationalisierung der SMA mit der Gründung der SMA America beginnt. Die erste Auslandsgesellschaft residierte zunächst in einem Container in Kalifornien. Heute befindet sich der US-Firmensitz in einem repräsentativen Bürogebäude in der Stadt Rocklin.
2000: Die erfolgreiche Internationalisierung der SMA mit der Gründung der SMA America beginnt. Die erste Auslandsgesellschaft residierte zunächst in einem Container in Kalifornien. Heute befindet sich der US-Firmensitz in einem repräsentativen Bürogebäude in der Stadt Rocklin. © HNA
2001: Fototermin auf dem Niestetaler Firmengelände von SMA -  SPD-Spitzenkandidat Ullrich Meßmer (rechts) und SMA-Geschäftsführer Günther Cramer.
2001: Fototermin auf dem Niestetaler Firmengelände von SMA -  SPD-Spitzenkandidat Ullrich Meßmer (rechts) und SMA-Geschäftsführer Günther Cramer. © HNA/Koch
2004: SMA baut an - Spezialbaufacharbeiter Thomas Desort (rechts) am Theodolith gibt auf der Leiter Heiko Kastrop und Michael Kraft vor der Leiter Anweisungen.
2004: SMA baut an - Spezialbaufacharbeiter Thomas Desort gibt Anweisungen. © HNA/Socher
2005: Günther Cramer, Vorstand der Solartechnikfirma SMA in Niestetal, zeigt auf das größte Photovoltaikdach Hessens. Die als Hofüberspannung zwischen zwei Gebäuden errichtete Solaranlage kann 31 Vier-Personen-Haushalte das ganze Jahr über mit Strom versorgen.
2005: Günther Cramer, Vorstand der Solartechnikfirma SMA in Niestetal, zeigt auf das größte Photovoltaikdach Hessens. Die als Hofüberspannung zwischen zwei Gebäuden errichtete Solaranlage kann 31 Vier-Personen-Haushalte das ganze Jahr über mit Strom versorgen. © dpa
2005: Ein Mitarbeiter der Firma SMA überprüft die Produktion von Wechselrichtern für Photovoltaikanlagen. Mittlerweile zählt das Unternehmen 1000 Mitarbeiter. Die nordhessische Firma ist Weltmarktführer bei der Fertigung von Wechselrichtern.
2005: Ein Mitarbeiter der Firma SMA überprüft die Produktion von Wechselrichtern für Photovoltaikanlagen. Mittlerweile zählt das Unternehmen 1000 Mitarbeiter. Die nordhessische Firma ist Weltmarktführer bei der Fertigung von Wechselrichtern. © dpa
2005: Joschka Fischer beim Firmenrundgang im Solartechnik-Unternehmen SMA. Er besuchte das Unternehmen im Rahmen des landesweiten Wahlkampfauftakts der hessischen Grünen.
2005: Joschka Fischer beim Firmenrundgang im Solartechnik-Unternehmen SMA. Er besuchte das Unternehmen im Rahmen des landesweiten Wahlkampfauftakts der hessischen Grünen. © dpa
2006: SMA baut Inselstromanlagen in China. Die Wechselrichter werden mit dem Esel transportiert.
2006: SMA baut Inselstromanlagen in China. Die Wechselrichter werden mit dem Esel transportiert. © HNA/Archiv
2008: SMA geht an die Börse. Günther Cramer (rechts), Vorstandssprecher der SMA Solar Technology AG, läutet beim Börsengang des Unternehmens im Handelssaal der Wertpapierbörse in Frankfurt am Main im Beisein seiner Vorstandskollegen (links nach rechts) Reiner Wettlaufer (Finanzen), Peter Drews (Operatives Geschäft) und Pierre-Pascal Urbon (Marketing und Vertrieb) die Börsenglocke.
2008: SMA geht an die Börse. Günther Cramer (rechts), Vorstandssprecher der SMA Solar Technology AG, läutet beim Börsengang des Unternehmens im Handelssaal der Wertpapierbörse in Frankfurt am Main im Beisein seiner Vorstandskollegen (links nach rechts) Reiner Wettlaufer (Finanzen), Peter Drews (Operatives Geschäft) und Pierre-Pascal Urbon (Marketing und Vertrieb) die Börsenglocke. © dpa
2008: Die Baustelle von SMA aus der Luft. Ein großer Neubau entsteht.
2008: Die Baustelle von SMA aus der Luft. Ein großer Neubau entsteht. © HNA/Herzog
2009: Die neue Produktionsanlage des Solartechnikherstellers SMA in Kassel. Es ist die nach Firmenangaben größte Fabrik der Welt für Wechselrichter an Solaranlagen. In der 18 500 Quadratmeter großen und 45 Millionen Euro teuren Halle sollen jedes Jahr Wechselrichter mit einer Produktionsleistung von vier Gigawatt für den Weltmarkt entstehen.
2009: Die neue Produktionsanlage des Solartechnikherstellers SMA in Kassel. Es ist die nach Firmenangaben größte Fabrik der Welt für Wechselrichter an Solaranlagen. In der 18 500 Quadratmeter großen und 45 Millionen Euro teuren Halle sollen jedes Jahr Wechselrichter mit einer Produktionsleistung von vier Gigawatt für den Weltmarkt entstehen. © dpa
2010: 2010 ist ein Solarboomjahr: Das Unternehmen setzt 1,92 Milliarden Euro um und verdient unterm Strich 365 Millionen Euro – eine Million am Tag. © Schindler
2011: Pierre-Pascal Urbon soll Vorstandssprecher Günther Cramer im Amt folgen.
2011: Pierre-Pascal Urbon soll Vorstandssprecher Günther Cramer im Amt folgen. © HNA
2011: Die Baustelle des Solartechnikherstellers SMA. Das Unternehmen will das neue Repair- und Logistikcenter, das am nördlichen Stadtrand an der Autobahn angesiedelt wird, Ende des Jahres in Betrieb nehmen.
2011: Die Baustelle des Solartechnikherstellers SMA. Das Unternehmen will das neue Repair- und Logistikcenter, das am nördlichen Stadtrand an der Autobahn angesiedelt wird, Ende des Jahres in Betrieb nehmen. © dpa
2012: SMA-Vorstandssprecher Pierre-Pascal Urbon gibt am 18. Oktober bekannt, sich von 600 Zeitarbeitern zu trennen sowie weltweit 450 der 5700 Stellen abzubauen.
2012: SMA-Vorstandssprecher Pierre-Pascal Urbon gibt am 18. Oktober bekannt, sich von 600 Zeitarbeitern zu trennen sowie weltweit 450 der 5700 Stellen abzubauen. © dpa
Zum Jahresende kündigt der Kasseler Personaldienstleister Team-Time GmbH die langjährige Zusammenarbeit mit  SMA. Team-Time-Chefin Ute Urbon nennt als Grund gesundheitliche Probleme. Die 45-Jährige ist mit SMA-Vorstandssprecher Pierre-Pascal Urbon verheiratet. SMA war Hauptkunde von Team-Time. Zukünftig holt der Wechselrichterriese seine Leiharbeiter von dem Bielefelder Personaldienstleister Piening. Auch Piening- und SMA-Mitarbeiter sind verheiratet. Das sorgt für Spekulationen über Vetternwirtschaft bei SMA.
Zum Jahresende kündigt der Kasseler Personaldienstleister Team-Time GmbH die langjährige Zusammenarbeit mit SMA. Team-Time-Chefin Ute Urbon nennt als Grund gesundheitliche Probleme. Die 45-Jährige ist mit SMA-Vorstandssprecher Pierre-Pascal Urbon verheiratet. SMA war Hauptkunde von Team-Time. Zukünftig holt der Wechselrichterriese seine Leiharbeiter von dem Bielefelder Personaldienstleister Piening. Auch Piening- und SMA-Mitarbeiter sind verheiratet. Das sorgt für Spekulationen über Vetternwirtschaft bei SMA. © dpa
2012: Mitte November gärt der Verdacht über Mauscheleien bei SMA weiter. Diesmal gerät eine langjärhige Betriebsrätin in den Fokus. Sie soll neben ihrer Tätigkeit bei SMA im Vorstand eines Logistikunternehmens sitzen, das regelmäßig Aufträge von SMA bekommt. Vorstand und Betriebsrat lehnten eine Stellungnahme zu dem Thema ab.
2012: Mitte November gärt der Verdacht über Mauscheleien bei SMA weiter. Diesmal gerät eine langjährige Betriebsrätin in den Fokus. Sie soll neben ihrer Tätigkeit bei SMA im Vorstand eines Logistikunternehmens sitzen, das regelmäßig Aufträge von SMA bekommt. Vorstand und Betriebsrat lehnten eine Stellungnahme zu dem Thema ab. © dpa
2012: Auf dem Heimatmarkt hat SMA schwer zu kämpfen. Das Unternehmen sucht das Heil daher in der Erweiterung. Mit Produkten der Niestetaler soll künfig auch in Südafrika und Chile Strom gemacht werden. Außerdem kauft SMA 72,5 Prozent seines chinesischen Konkurrenten Jiangsu Zeversolar New Energy Co. 
2012: Auf dem Heimatmarkt hat SMA schwer zu kämpfen. Das Unternehmen sucht das Heil daher in der Erweiterung. Mit Produkten der Niestetaler soll künfig auch in Südafrika und Chile Strom gemacht werden. Außerdem kauft SMA 72,5 Prozent seines chinesischen Konkurrenten Jiangsu Zeversolar New Energy Co.  © SMA
2013: Die Krise bei SMA schlägt voll auf die Finanzen von Niestetal durch: Für das laufende Jahr erwartet die Gemeinde nur Gewerbesteuereinnahmen in Höhe von insgesamt 2,2 Mio. Euro. Im Boom-Jahr 2010 hatte der hohe Gewinn des Solartechnikherstellers noch 38 Mio. Euro in die Gemeindekasse gespült. Die Folgen des Absturzes sind dramatisch: Für 2013 rechnet Bürgermeister Andreas Siebert (SPD) mit einem Fehlbetrag von 5,7 Mio. Euro.
2013: Die Krise bei SMA schlägt voll auf die Finanzen von Niestetal durch: Für das laufende Jahr erwartet die Gemeinde nur Gewerbesteuereinnahmen in Höhe von insgesamt 2,2 Mio. Euro. Im Boom-Jahr 2010 hatte der hohe Gewinn des Solartechnikherstellers noch 38 Mio. Euro in die Gemeindekasse gespült. Die Folgen des Absturzes sind dramatisch: Für 2013 rechnet Bürgermeister Andreas Siebert (SPD) mit einem Fehlbetrag von 5,7 Mio. Euro. © HNA
2013: SMA will sich gesund schrumpfen. Um die 1000 Jobs stehen auf der Kippe. Selbst der Betriebsrat will sich dem nicht entgegenstellen. Er will allerdings drauf achten, dass so wenig Mitarbeiter wie möglich gehen müssen.
2013: SMA will sich gesund schrumpfen. Um die 1000 Jobs stehen auf der Kippe. Selbst der Betriebsrat will sich dem nicht entgegenstellen. Er will allerdings drauf achten, dass so wenig Mitarbeiter wie möglich gehen müssen. © dpa
2013: Im Mai wird das Smart-Home-System von SMA mit dem Hessischen Staatspreis für Energie-Informations-Kommunikations-Technik ausgezeichnet. Mit dem System können Privatkunden selbst produzierten Solarstrom direkt im Haushalt verbrauchen.
2013: Im Mai wird das Smart-Home-System von SMA mit dem Hessischen Staatspreis für Energie-Informations-Kommunikations-Technik ausgezeichnet. Mit dem System können Privatkunden selbst produzierten Solarstrom direkt im Haushalt verbrauchen. © SMA
Mai 2013: Als Weg aus der Krise will SMA-Chef Pierre-Pascal Urbon den Solartechnikhersteller zum Energiemanagement-Unternehmen umbauen. Er sehe in der Weiterentwicklung des Energiemanagements von Geräten einen Weg aus der Krise der Solarbranche. SMA Solar arbeite an einem Baukastensystem, das dem in der Autoindustrie ähnelt. Damit sollen Kosten reduziert und das Innovationstempo erhöht werden. © picture alliance / dpa
2014: Die Talfahrt des Niestetaler Solartechnik-Produzenten SMA hält an: In den ersten neun Monaten des Jahres brach der Umsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 22,5 Prozent auf 549,3 Millionen Euro ein. © dpa
2014: Anfang Dezember fällt die SMA-Aktie so tief wie noch nie: Das Unternehmen hat zum zweiten Mal in 2014 seine Umsatz- und Ergebnisprognose nach unten korrigiert. Der Wechselrichter-Hersteller rechnet mit einem Verlust von bis zu 115 Mio. Euro. Die SMA-Aktie brach daraufhin um gut 23 Prozent auf ein neues Tief von 15,36 Euro ein. © dpa
2015: SMA hat einen neuen Vertriebsvorstand. Martin Kinne organisiert ab Januar den weltweiten Verkauf und Service. Er löst in dieser Funktion Pierre-Pascal Urbon ab, der dieses Mandat als Vorstandssprecher seit Juni 2014 kommissarisch ausübte. © hna.de
2015: Der SMA-Mitbegründer, Aufsichtsratsvorsitzende und langjährige Vorstandssprecher Günther Cramer ist tot. Er starb am 6. Januar nach einer schweren Krebserkrankung nur drei Wochen nach seinem 62. Geburtstag. Cramer war Elektro-Ingenieur und einer der Wegbereiter der Energiewende. © HNA
2015: SMA gibt im Januar bekannt, dass 1600 der fast 4700 Stellen abgebaut werden sollen, davon 1300 in Deutschland. Vor allem Kassel und Niestetal werden betroffen sein. Grund dafür ist der dramatische Absatzeinbruch von 932 Millionen Euro im Jahr 2013 auf 790 Millionen Euro in 2014. © Uwe Zucchi

Der globale Solarmarkt sei außerordentlich schwierig, und die Transformation eines subventionsbasierten, nationalen Geschäftsmodells hin zu einem internationalen mit teils staatlich gestützten Dumping-Preis-Konkurrenten brauche Zeit und Geld. „Die Frage ist doch auch, ob es jemanden gibt, der das besser könnte als der jetzige Vorstand und wenn ja, ob er es machen würde“, sagt Klose, der namentlich Urbon einen „sehr guten Job“ attestiert.

Auch Daniel Bauer, Vorstandsmitglied der zweiten großen Aktionärsschützer-Organisation in Deutschland, der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger (SDK), betrachtet die Schenkung als „Privatsache“ der SMA-Gründer.

Die und der Vorstand werden den Vorgang den Aktionären in der Hauptversammlung am 21. Mai erläutern müssen.

Hintergrund

Wechselrichter und Bahn-Technik

Lexikon-Wissen:

Alles zu SMA finden Sie auch hier im Regiowiki der HNA.

SMA stellt Wechselrichter her, die in Solaranlagen gewonnenen Gleich- innetztauglichen Wechselstrom wandeln. Die Produktpalette erstreckt sich vom einfachen Gerät für das Einfamlienhaus bis hinzu großen Richtern für Solarkraftwerke und -parks. Die Niestetaler sind Weltmarkt- und gelten als Technologieführer.

Darüber hinaus bieten sie so genannte Insellösungen an. Das sind kombinierte Kraftwerke mit Fotovoltaik, Windkraft, Biomasse und Dieselaggregaten zur Versorgung entlegener Siedlungen und Landstriche.

Dritter und weitgehend unbekannter Produktbereich ist die Bahntechnik. SMA stellt Stromrichter für Züge her.

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