Polizei sucht nach Zeugen

Nach Messerangriff in Niestetal: Wohnte Täter im Haus?

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Niestetal. Die Polizei sucht weiterhin dringend nach Zeugen, die eine Beobachtung zum Messerangriff in der Gaststätte Roma in Niestetal-Heiligenrode gemacht haben. „Wir haben noch keinen Täter ermitteln können“, sagt Polizeisprecher Matthias Mänz auf Nachfrage der HNA.

Am Dienstagabend hatte ein Mann bei einer Auseinandersetzung mit dem 49-jährigen Angestellten des Restaurants ein Messer gezogen (wir berichteten) und den Angestellten dabei oberflächlich verletzt.

Laut der Aussage des Besitzes der Gaststätte, der zum Tatzeitpunkt nicht am Tatort war, könnte es sich bei dem Angreifer um einen bis vor wenigen Wochen in seinem Hotel untergebrachten Flüchtling handeln. In seinem Hotel waren bis vor wenigen Wochen Flüchtlinge untergebracht, die hatten umziehen müssen und darüber verärgert gewesen sein sollen. Zeugen berichteten zudem, der Mann habe Arabisch gesprochen und nach dem Chef gefragt. Als der Angestellte ihm diese Frage nicht beantworten konnte, war der Angreifer mit einem Messer auf ihn losgegangen.

Ermittlungen laufen

Aktuell werden bereits Zeugen vernommen. Unter ihnen sind auch die Männer, die sich zum Zeitpunkt der Tat in der Gaststätte befanden. Laut Mänz sei man dennoch auf der Suche nach weiteren Zeugen, die vor oder nach der Tat Beobachtungen gemacht haben. Hinweise zur Fluchtrichtung, zu einem abgestellten Fahrzeug oder auch zum Aussehen des Täters seien wichtig.

Nach wie vor ist unsicher, ob es sich bei dem Täter tatsächlich, wie vom Gastwirt vermutet, um einen Flüchtling handelt. „Wir ermitteln in alle Richtungen, gehen aber auch dem Hinweis des Gaststättenbesitzers nach“, so Mänz. Laut Kreissprecher Harald Kühlborn hatte der Kreis das an die Gaststätte angegliederte Hotel zeitweise als Gemeinschaftsunterkunft für Flüchtlinge angemietet. „In der Hochzeit des Flüchtlingszustroms mussten wir darauf zurückgreifen“, so Kühlborn. Bis zu 20 Leute hätten hier zeitweise gewohnt.

Nach den Sommerferien habe man die Unterkunft auflösen können und die Asylbewerber in anderen Gemeinschaftsunterkünfte und Wohnungen untergebracht. Diese Umzüge seien häufig mit Problemen verbunden: Im Mittelpunkt der Diskussion stehe dann meist die Stadtnähe. Das hat unter anderem mit der ungünstigeren Infrastruktur zu tun. „Wenn sich jemand längere Zeit querstellt, dann ordnen wir einen Umzug auch mal an.“ Wenn in einer Gemeinschaftsunterkunft Platz sei, dann sei das die deutlich günstigere Lösung.

Täterbeschreibung: Bei dem Täter soll es sich laut Zeugen um einen etwa 1,60 Meter großen Mann kräftiger Statur gehandelt haben. Er hatte kurze, schwarze Haare und sei mit einer kurzen, schwarzen Daunenjacke, einer dunklen Hose und dunklen Schuhen bekleidet gewesen. 

Hinweise an 0561 / 9100

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