Hobbyfotograf aus Kassel entdeckte die zwei Nachkommen

Nachwuchs bei Sandershäuser Störchen: Jungtiere sind etwa zwei Wochen alt

+
Neuer Nachwuchs: Im Nest des Sanderhäuser Storchenpaars hat Hobbyfotograf Johannes Brenner zwei Jungtiere beobachtet, die ihre kleinen Köpfe in die Höhe recken.

Niestetal. Nach dem Schock um toten Jungvogel: Der Hobbyfotograf Johannes Brenner hat zwei Nachkommen im Nest der Niestetaler Weißstörche entdeckt.

Nach den schlechten Nachrichten vor gut eineinhalb Wochen – der Hobbyfotograf Johannes Brenner hatte im Schnabel eines Niestetaler Altstorchs den toten Körper eines Jungtiers entdeckt – gibt es nun Hoffnung: Brenner beobachtete am Dienstag zwei Jungstörche im Sandershäuser Nest. „Ich konnte nur für kurze Zeit die Schnäbel der beiden sehen“, berichtet der 66-Jährige. Etwa drei Stunden sei er vor Ort gewesen, um ganz sicher zu sein: „Die beiden Altstörche kehrten immer wieder mit Nahrung im Schnabel zum Nest zurück.“ Das Futter, in der Regel Würmer und Insekten, wird von den Altstörchen verschlungen und im Nest für den Nachwuchs wieder hochgewürgt.

Wie viele Jungstörche sich derzeit im Nest aufhalten, weiß Brenner nicht. „Das Nest ist zu hoch und die Störche sind noch zu klein.“ Bisher habe er nur zwei Jungen gesehen. Er schätzt, dass die beiden nicht älter als zwei Wochen sind. Vermutlich sind sie laut Brenner zum gleichen Zeitpunkt geschlüpft wie das tote Junge, dass er vor Kurzem im Schnabel des Altstorchs entdeckte.

Neuer Nachwuchs: Im Nest des Sanderhäuser Storchenpaars hat Hobbyfotograf Johannes Brenner zwei Jungtiere beobachtet.

Im Alter von etwa sieben Wochen startet der Nachwuchs mit seinen ersten Flugversuchen. Auch dann wird der Hobbyfotograf Brenner, der sich auch beim Naturschutzbund (Nabu) engagiert, wieder vor Ort sein. Er ist zwei Mal die Woche am Nest und das bereits seit fünf Jahren. „Damals haben die ersten Störche dort in Sandershausen gebrütet“, erinnert Brenner sich. „Ich finde es spannend, die kleinen Storchenkinder aufwachsen zu sehen.“

Im vergangenen Jahr zählten die Weißstorchfreunde des Nabu vier Brutpaare im Landkreis Kassel. Damit hat sich die Population seit 2015 verdoppelt. Zehn Jungtiere haben die Störche im Kreis im Sommer 2016 großgezogen, das Sandershäuser Brutpaar drei davon. Neben dem Nest auf einem Holzmast an der Fulda in Sandershausen gibt es seit März 2016 ein weiteres an der Nieste in unmittelbarer Nähe des Rathauses.

Lesen Sie auch:

Drama bei den Niestetaler Störchen: Ein Junges ist tot 

Die Sandershäuser Störche brüten wieder 

Landkreis Kassel ist wieder Storchenland: 2016 sind zehn Weißstörche geschlüpft

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.