Neuer Kreisel in Sandershausen soll Sicherheit bringen

Neuralgischer Punkt: Autofahrer, die von der Heiligenröder Straße in die Hannoversche Straße einbiegen wollen, müssen mitunter lange warten. Der neue Kreisel soll dafür sorgen, dass der Verkehr besser läuft und die stark frequentierte Ortsdurchfahrt von Sandershausen sicherer wird. Foto: Schachtschneider

Niestetal. Die Situation ist für viele Autofahrer frustrierend, und das schon seit Jahren. Wer in Sandershausen von der Heiligenröder Straße in die Hannoversche Straße einbiegen will, muss oft warten.

Besonders schwierig ist es für all jene, die in Richtung Kassel fahren wollen. Sie haben vor allem zu Stoßzeiten kaum eine Chance, auf die „Hannoversche“ zu kommen. Die Situation an der Einmündung ist dann nicht nur frustrierend, sondern auch gefährlich, weil der Verkehr in beiden Fahrtrichtungen beachtet werden muss.

Die unbefriedigende Situation soll nun bald ein Ende haben. Im Zuge der 2015 beginnenden Sanierung der maroden Ortsdurchfahrt soll an der Einmündung ein Kreisverkehr entstehen. Nach Angaben von Niestetals Bürgermeister Andreas Siebert (SPD) ist der Bau für 2016 vorgesehen. Im Investitionsprogramm der Gemeinde sind für den Kreisverkehr 480 000 Euro vorgesehen.

Die geänderte Verkehrsführung geht auf eine Experten-Empfehlung in dem 2011 veröffentlichten Verkehrsentwicklungsplan für Niestetal zurück. Nach Auskunft der Bauverwaltung wird der Kreisel einen Durchmesser von 30 Metern haben. Damit er verwirklicht werden kann, muss ein Kioskgebäude an der Westseite der Hannoverschen Straße weichen. „Bereits vor einigen Jahren haben wir das kleine Gewerbeobjekt aufgekauft“, sagte der Bürgermeister. Der Flachbau werde „rechtzeitig vor Baubeginn abgebrochen“. Siebert verspricht sich von der neuen Anlage auch, dass durch sie der Verkehr auf der Hannoverschen Straße gebremst und die Ortsdurchfahrt dadurch auch für Fußgänger weniger gefährlich wird.

Apropos Fußgänger: Für sie sieht die Planung an dem neuen Kreisel insgesamt vier Überwege vor - zwei über die Hannoversche Straße und je einen über die Heiligenröder und die Gartenstraße.

Unterdessen steht der Umbau des Kreisels am Knotenpunkt Kasseler Straße / An der Autobahn bevor. Wie berichtet, wird er zu einem Turbo-Kreisel mit zwei Fahrspuren ausgebaut. Eine ist für die Verkehrsteilnehmer vorgesehen, die den Kreisel nach dem Einbiegen sofort wieder verlassen wollen.

Diese Lösung ist an der Kasseler Straße auch deshalb von Bedeutung, weil der Kreisverkehr dort künftig ein Teil der Südanbindung des Gewerbegebiets Sandershäuser Berg und zudem Umleitungsstrecke bei Unfällen oder Bauarbeiten auf der Autobahn 7 zwischen den Anschlussstellen Kassel-Nord und Hann. Münden-Lutterberg sein wird.

In dieser Eigenschaft muss der dann größere Kreisverkehr auch intensiven Lastwagenverkehr bewältigen. 

Von Peter Ketteritzsch

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