Neubau kostet knapp 12 Millionen Euro

Bauarbeiten für neues Schwimmbad in Niestetal beginnen Ende des Jahres

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So soll das neue Schwimmbad in Niestetal, das bis Ende 2020 an der Heiligenröder Straße nahe der A 7-Autobahnbrücke entstehen soll, aussehen: Das Gebäude ist mit 39 Metern Breite und 37 Metern Länge beinahe quadratisch. Die Fassade ist im Modell weiß dargestellt, das soll aber nicht so bleiben. In den bisherigen Planungen stand die Statik des Gebäudes im Vordergrund, die Farbgebung folgt erst in den nächsten Schritten.

Niestetal. Als Ersatz für das marode Wichtelbrunnenbad soll noch in diesem Jahr mit dem Bau des neuen Schwimmbads in Niestetal begonnen werden. 

Lange war es still ums neue Niestetaler Schwimmbad, zwischenzeitlich wurde sogar spekuliert, ob der Neubau auf der Kippe steht. Doch jetzt ist es amtlich: Das neue Hallenbad, das als Ersatzneubau für das marode Wichtelbrunnenbad dienen soll, kommt. Gestern hat die Gemeinde den Bauantrag gestellt. „Wir sind im Zeitplan und im Budget“, versichert Bürgermeister Andreas Siebert (SPD).

Konzept

„Der Leitgedanke für dieses Bad ist: Kinder lernen schwimmen. Von daher gibt es auch keine Rutschen und keinen Saunabereich“, stellt Thiemo Glomb klar. Er ist der Geschäftsführer des Kasseler Büros Infranet und bei dem Bau des neuen Schwimmbads für die Projektsteuerung zuständig. „Das neue Bad hat den Anspruch, komplett barrierefrei und familienfreundlich zu sein. Zugleich soll es für Kursangebote genutzt werden können. Dieser Entwurf schafft es, all diese Dinge in kompakter Form für alle Nutzergruppen zusammenzufügen“, so Siebert.

Entwurf des neuen Schwimmbads in Niestetal

  

Innenausstattung

Der Eingangsbereich mit großem Wartebereich liegt im Erdgeschoss. Eine Treppe und ein Aufzug führen die Besucher ins erste Obergeschoss zur eigentlichen Bade-Landschaft. Im Umkleidebereich sind zwei Sammelumkleiden integriert, die auch von Schulklassen genutzt werden können. Hinter der Kasse liegt das acht mal acht Meter große Kursbecken. Das Besondere: Es ist mit einem Hubboden ausgestattet und lässt sich je nach Bedarf zwischen 0,8 Meter und 1,8 Meter absenken. Das Kleinkindbecken ist mit einer Wasserrutsche und einem Spielgerät ausgestattet. Das Mehrzweckbecken ist das größte mit vier 25-Meter-Bahnen. Ein Hublift hilft beim barrierefreien Einstieg. Sowohl das Kurs- als auch das Mehrzweckbecken sind aus Edelstahl. „Das Material ist zum einen deutlich nachhaltiger als Beton und Fliesen. Zum anderen geht der Aufbau schneller“, so Glomb.

Außengelände

Direkt vor dem Bad ist eine Anfahrtsspur inklusive Bushaltestelle geplant. „Hier können Autos kurz halten und die Besucher sich absetzen oder abholen lassen“, erläutert Glomb. Auf dem Parkplatzbereich sind zudem drei E-Tankstellen und fünf Stellplätze für Wohnmobile geplant.

Energie

Ein Blockheizwerk sorgt für Wärme und Energie im neuen Schwimmbad. Dieses erfüllt die ökologischen Vorgaben des Bundes. Auch regnerative Energieformen – wie beispielsweise einen Fotovoltaikanlage – sind laut Glomp denkbar.

Kosten

Die Gesamtkosten für das neue Bad belaufen sich auf 11,85 Mio. Euro brutto. Vom Bund kommen Fördermittel in Höhe von 4 Mio. Euro, sodass die Gemeindewerke Niestetal – sie übernehmen bei dem Großprojekt die technische, kostenkalkulatorische sowie juristische Planung; das Berliner Büro Veauthier Architekten GmbH erledigt alles Architektonische – noch Netto-Ausgaben in Höhe von 5,1 Mio. Euro stemmen müssen.

Nächste Schritte

Die Entwurfsplanungen sind abgeschlossen, der Bauantrag ist gestellt. „Wir rechnen damit, dass uns die Baugenehmigung nach den Sommerferien vorliegt“, sagt Glomb. Im Oktober sollen die Ausschreibungen beginnen, Baubeginn ist für Ende des Jahres geplant. Im Spätherbst 2020 soll das Bad fertig sein. „Die Gemeinde muss das neue Bad am 31. Dezember 2020 in Betrieb nehmen“, verweist Siebert auf den strikten Zeitplan. Nur wenn dieser Termin gehalten werden kann, stellt der Bund seine Förderung in Gänze bereit. „Wir dürfen uns also nicht ausruhen“, sagt Glomb.

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