21 Jugendliche aus England besuchen derzeit die Wilhelm-Leuschner-Schule

Austauschschüler in Niestetal sorgen sich um ihre Familien in Manchester

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Terror in Manchester: Polizisten sprechen mit Besuchern des Pop-Konzertes über die Minuten nach dem Anschlag.  

Niestetal/Manchester. „Von den Kindern ist keines direkt oder indirekt betroffen“, sagt Ana Viehmann hörbar erleichtert. Die Schulleiterin der Niestetaler Wilhelm-Leuschner-Schule berichtet von 21 Austauschschülern aus der Nachbarschaft von Manchester, die derzeit zu Besuch an ihrer Schule sind.

Verwandte und Bekannte der 14- bis 16-Jährigen seien wohl nicht von dem schrecklichen Terroranschlag am Montagabend während eines Konzerts der Sängerin Ariana Grande betroffen, sagt Viehmann im Gespräch mit der HNA weiter. Bei dem Attentat starben 22 Menschen, 59 wurden verletzt. Viele Jugendliche sind unter den Opfern.

Als die Schüler und zwei Lehrerinnen der Poynton High School am Dienstag früh von dem Bombenattentat in ihrer Heimat hörten, sei die Sorge groß gewesen, sagt die Schulleiterin. „Das war eine große Aufregung heute morgen.“ Den Tag über versuchten die Kinder, ihre Familien zu erreichen. An der Niestetaler Schule richtete man sich schon auf den Fall ein, dass ein Verwandter oder ein Bekannter eines Austauschschülers von dem Anschlag betroffen sein könnte. „Ich habe die Englischlehrerinnen, die kürzlich mit bei dem Austausch in England waren, um eine besondere Betreuung gebeten“, schildert Ana Viehmann die Situation. „Die Kinder haben ihre Familien dann erreicht. Jetzt ist Erleichterung festzustellen.“

Seit 37 Jahren gibt es den Austausch zwischen der Wilhelm-Leuschner-Schule und der Poynton High School bei Manchester. „Unsere Schüler waren erst im März dort“, erläutert Viehmann.

Bei dem Projekt geht es in erster Linie um Sprachförderung und kulturellen Austausch. Die Kinder wohnen jeweils in Gastfamilien. Am Dienstag besuchten alle gemeinsam den Edersee und die Uni-Stadt Marburg. Noch bis Donnerstag läuft der zehntägige Austausch zwischen der englischen und der deutschen Schule. Auch an Schulleiterin Ana Viehmann ist der Schreck, den der Terror von Manchester mit sich brachte, nicht so einfach vorüber gegangen. Das wird im Gespräch deutlich.

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