Betreiber überarbeitet Pläne für Projekt in Sandershausen – Bagger sollen im zweiten Quartal kommen

Pflegeheim: Bau beginnt später

Niestetal. Der Bau eines weiteren Wohn- und Pflegezentrums für Senioren in Niestetal, dessen Start für Herbst 2013 geplant war, wird voraussichtlich erst im zweiten Quartal 2014 beginnen. Das teilte der in Iserlohn ansässige Bauherr, das Internationale Bildungs- und Sozialwerk (int-bsw), mit.

Der gemeinnützige Verein hatte im vergangenen Jahr von der Gemeinde Niestetal ein 6500 Quadratmeter großes Grundstück im Wohngebiet Bettenhäuser Feld in Sandershausen gekauft, um dort ein Seniorenzentrum mit 72 Pflege- und 70 Arbeitsplätzen zu schaffen.

Der Geschäftsführer des Internationalen Bildungs- und Sozialwerkes, Benno Wolfgang Ecker, führt die Verzögerung des Baubeginns auf Gestaltungs- und Planungsänderungen zurück. „Die Planung hat länger gedauert, als wir gedacht haben“, sagte er im Gespräch mit unserer Zeitung.

Jedes Haus des Pflegezentrums sei individuell mit seinen Gegebenheiten und seiner Ausstattung zu gestalten. Da müsse vieles genau und manches eben auch neu durchdacht werden. So müssten beispielsweise die Verkehrswege für das Hauspersonal und die Anlieferungsbereiche individuell geplant werden.

„Es wäre sicherlich einfacher, wenn wir unsere Pflegezentren systembaumäßig errichten würden, aber das entspricht nicht unserer Philosophie“, so Ecker. Dem gemeinnützigen Verein sei wichtig, dass am Ende alles stimmig sei. Dazu müsse man auch bereit sein umzudenken.

Die mit dem Projekt betrauten Architekten hätten die Planung aber mittlerweile so gut wie abgeschlossen. Ecker geht davon aus, dass das int-bsw den Bauantrag jetzt einreichen kann und es nach Erteilung der Baugenehmigung mit dem Bau losgeht. Die Investitionskosten, die Int-bsw-Finanzvorstand Prof. Dr. Dr. h.c. Heinrich Schnatmann im vergangenen Jahr mit rund sieben Millionen Euro veranschlagt hatte, steigen laut Eckert durch die Verzögerung nicht. Auch die Bauzeit wird gleichbleibend mit 14 Monaten beziffert.

In Bezug auf das benachbarte 6400 Quadratmeter große Grundstück am Kreuzweg, das die Gemeinde dem Verein zusätzlich zum Kauf angeboten hatte, gebe es noch keine konkrete Entscheidung. „Aber die Gespräche mit der Gemeinde sind weiterhin im Fluss“, so Ecker.

Von Nicole Schippers

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