Straße schon lange Holperpiste

Stark befahrene Holperpiste: Sandershäuser Ortsdurchfahrt wird saniert

Großbaustelle in Sandershausen: Die Hannoversche Straße ist im Bereich des 1. Bauabschnitts von der Heiligenröder Straße bis zur Haunküppelstraße bereits ausgehoben worden. Auf der anderen Seite läuft der Verkehr noch in Richtung Kassel weiter. Fotos: Wohlgehagen

Niestetal. Jetzt geht es rund in Sandershausen: Die Sanierung der viel befahrenen Hannoverschen Straße ist angelaufen: Große Bagger und Baustellen-Transportfahrzeuge bestimmen das Bild.

Es sind Umleitungen eingerichtet, die teilweise durch Anwohnerstraßen führen. Die Autofahrer müssen in Sandershausen mit Beeinträchtigungen rechnen. Auch der Zugang zu Geschäften oder unmittelbar angrenzenden Wohnbereichen wird durch die Baustelle erschwert.

Bis Anfang Dezember soll der erste, jetzt nur noch 240 Meter lange Bauabschnitt zwischen der Heiligenröder Straße und der Haunküppelstraße - auch mit Rücksicht auf das Weihnachtsgeschäft der Anlieger - im Rekordtempo fertiggestellt werden.

„Das können wir schaffen, wenn alles glattläuft“, sagte Ingolf Schäfer, Polier der ausführenden Tiefbaufirma Bauer aus Leinefelde-Worbis in Thüringen.

Das Straßen- und Verkehrsmanagement Hessen Mobil rechnet damit, dass die Bauarbeiten für die Sanierung der Ortsdurchfahrt auf der gesamten Länge von 1,3 Kilometern noch bis Mitte 2017 andauern werden.

Die Hannoversche Straße ist in Richtung Kassel auch innerhalb der Baustelle befahrbar. In der Gegenrichtung nach Landwehrhagen, Spiekershausen oder in den Ort zurück wird der Verkehr über Heiligenröder Straße und Wilhelmine-Pötter-Straße umgeleitet. In den Wohnstraßen sind zusätzliche Halteverbote angeordnet worden, um einen Begegnungsverkehr zu ermöglichen. Zu häufigen Behinderungen kommt es an der kleinen Brücke an der Abzweigung nach Heiligenrode.

An der gleichzeitig eingerichteten Baustelle beim Umspannwerk in Richtung Landwehrhagen regelt eine Baustellenampel den Verkehr. Hier werden laut Hessen Mobil zunächst Straßen-Entwässerungsarbeiten ausgeführt.

Die Läden, Gaststätten und Büros im Bereich des ersten Bauabschnitts sind durch die Großbaustelle in ihrer geschäftlichen Entwicklung besonders betroffen, obwohl an zahlreichen Stellen für ihre Kunden und Mitarbeiter geschotterte Überwege angelegt wurden.

„Wir haben hier alle durch die schlechte Erreichbarkeit erhebliche Einbußen“, sagte Apotheker Karl-Heinz Krebs, der auch den Wegfall von Kundenparkplätzen bedauert. Er hoffe jetzt auf eine „tatkräftige“ Unterstützung der Gemeindeverwaltung, die in ihrem Blättchen auf die unverändert geöffneten Betriebe hinweisen sollte, so Krebs. Auch Norman Schmidt, Geschäftsführer der Bäckerei Apel, kritisierte den „enorm erschwerten“ Zugang. Die Behelfs-Parkplätze hinter dem Haus finde niemand, aber man sei weiter für die Kunden da.

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