Neue Negativschlagzeilen aus Niestetal

SMA entlässt 600 Mitarbeiter und schließt Verlust nicht mehr aus

Niestetal. Der Solartechnik-Spezialist SMA senkt seine Umsatz- und Ergebnisprognose für das laufende Geschäftsjahr deutlich. Das Unternehmen schließt einen Verlust nicht mehr aus. Der SMA-Vorstand kündigte vor diesem Hintergrund den Abbau von weltweit 600 Mitarbeitern bis Ende 2015 an.

Das Unternehmen erwartet für 2014 jetzt noch einen Umsatz von 850 Millionen bis 950 Millionen Euro und schließt einen Verlust nicht mehr aus.

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Die TecDax-Aktie sackte an der Börse um 7,55 Prozent auf 23,99 Euro ab. Ursprünglich war SMA von einem Umsatz von 1,0 bis 1,3 Milliarden Euro ausgegangen und hatte bestenfalls mit einem operativen Ergebnis von 20 Millionen Euro gerechnet. Jetzt erwartet der Vorstand nach einer Mitteilung vom Mittwoch höchstens ein ausgeglichenes Ergebnis. "Beim unteren Ende der Umsatzprognose geht der Vorstand von einem Verlust von ca. 45 Millionen Euro aus", heißt es weiter.

SMA begründete die Senkung der Prognose mit der Stagnation auf den Solarmärkten. Insbesondere in den Kernmärkten Europas sei die Nachfrage wegen weiterer Förderkürzungen stärker als erwartet eingebrochen. SMA beschäftigt weltweit mehr als 5000 Mitarbeiter.

Aktualisiert um 16.26 Uhr

Auf Vollzeitstellen umgerechnet hat SMA 2800 Arbeitsplätze in Deutschland. Ende nächsten Jahres sollen noch 2300 übrig sein, sagte SMA-Vorstandssprecher Pierre-Pascal Urbon gegenüber dieser Zeitung. Zum Personalabbau will das Unternehmen die Fluktuation nutzen und auslaufende Verträge nicht verlängern, doch das wird nicht reichen: In Verwaltung, Service und Vertrieb sollen 400 Mitarbeiter wegfallen, „das soll sozialverträglich geschehen“, sagte Urbon. Erst im vergangenen Jahr hatte SMA einen Personalabbau eingeleitet, der 800 Beschäftigte in Deutschland betraf. (wll/mwe)

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Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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