Kasseler Kripo half Berliner LKA 

SEK-Einsatz in Sandershausen - Zwei Männer wegen Betrugs verhaftet

+
Zugriff am Mittwochabend: SEK-Einsatz in Sandershausen. Dieses Bild wurde der HNA von einem Augenzeugen zugeschickt. Die Aktion ereignete sich in der der Straße „In den Weiden“. Zwei Männer wurden verhaftet.

Niestetal. Schreck in den Abendstunden: Über einen großen Polizeieinsatz im Niestetaler Ortsteil Sandershausen berichteten Anwohner am späten Mittwochabend gegenüber der HNA.

Aktualisiert am 11.5.2017 um 9.57 Uhr - Gegen 19.30 Uhr habe es nach einem sehr lauten Knall an einem Privathaus in der Straße „In den Weiden“ den Zugriff eines Spezialeinsatzkommandos gegeben. Augenzeugen berichteten von der Festnahme zweier etwa 30-jähriger Männer und der Durchsuchung des Hauses sowie eines Autos. 

Jürgen Wolf von der Pressestelle im Polizeipräsidium Nordhessen für die Stadt und den Kreis Kassel bestätigte am frühen Donnerstagmorgen den Einsatz in Niestetal. Es ging nicht um einen Einsatz gegen Islamisten oder eine andere Art von Terror. Laut Wolf war der Grund ein Betrugsverfahren. Dieses Verfahren leitet das Landeskriminalamt (LKA) in Berlin. Die Kriminalpolizei Kassel half den Kollegen aus der Hauptstadt lediglich. Es lag ein Haftbefehl wegen Betruges aus Berlin vor. Die Beamten aus Kassel wurden für die Behörde in Berlin tätig. Um welche Art von Betrug es ging, ist bislang nicht bekannt. Auch ist nichts über das Alter und die Herkunft der Verhafteten bekannt. 

Da es sich um ein laufendes Verfahren handelt, gibt es keine weiteren Auskünfte. Das sagte ein Sprecher der Pressestelle der Berliner Polizei am Donnerstagvormittag gegenüber unserer Zeitung.  

Durch den lauten Knall sei die Alarmanlage eines in der Nähe geparkten Autos angesprungen, schilderte ein Anwohner am Mittwochabend weitere Details am Telefon. Mutmaßlich sei eine Blendgranate eingesetzt worden, so lautete zumindest die Vermutung - genau zu erkennen sei das jedoch nicht gewesen. Ob wirklich eine Blendgranate zum Einsatz kam, konnte die Polizei bisher auch weder bestätigen noch widerlegen.

Schwarz gekleidete maskierte Einsatzkräfte seien in Zivilfahrzeugen mit Blaulicht, aber ohne Signalhorn in der Straße vorgefahren. "Ungefähr nach 20 Minuten" habe man einen Streifenwagen der Polizei gesehen. Laut Polizei Kassel wurde mit dieser Vorgehensweise der Überraschungseffekt ausgenutzt, um bei der Verhaftung Erfolg zu haben.

Am Einsatzort wurden den weiteren Augenzeugen-Angaben zufolge offenkundig zur Beweissicherung auch Fotos gemacht - von dem Inhalt diverser Taschen und von einem Wagen. Die beiden Männer im Alter von ungefähr 30 Jahren seien - so lautet die Schätzung der Augenzeugen - schließlich nacheinander festgenommen und weggefahren worden. 

Die weiteren Ermittlungen liegen beim LKA in Berlin. 

Das könnte Sie auch interessieren

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.