Solartechnik-Profi erwartet 115 Millionen Euro Verlust

SMA-Aktie fällt so tief wie noch nie

Kassel. Die Talfahrt des Niestetaler Solartechnik-Produzenten SMA hat sich in den vergangenen Wochen dramatisch beschleunigt.

Das Unternehmen hat zum zweiten Mal in diesem Jahr seine Umsatz- und Ergebnisprognose kräftig nach unten korrigiert. Der Wechselrichter-Hersteller rechnet bei einem Umsatz von nur noch 775 bis 790 Millionen Euro mit einem Verlust von bis zu 115 Mio. Euro. Bislang war ein Minus bis zu 45 Mio. Euro erwartet worden.

Darin nicht enthalten sind hohe Aufwendungen für den Abbau von „deutlich mehr als 600 Stellen“, der bis Mitte kommenden Jahres vollzogen werden soll. Wie viele Jobs diesem zweiten großen Sparprogramm innerhalb von zwei Jahren tatsächlich zum Opfer fallen werden, teilte das Unternehmen nicht mit.

Vorstandssprecher Pierre-Pascal Urbon

Grund für diese neuen Hiobsbotschaften sind nach Angaben von Vorstandssprecher Pierre-Pascal Urbon der nochmals beschleunigte Nachfragerückgang in Europa sowie die Verschiebung von Solarparks in Großbritannien.

Die Anleger reagierten am Dienstag wie erwartet. Die SMA-Aktie brach Am Dienstag um gut 23 Prozent auf das neue Allzeittief von 15,36 Euro ein und ging mit einem Minus von 4,60 auf 15,37 Euro aus dem Handel. Seit Wochenanfang verlor das Papier somit 28,5 Prozent.

Von José Pinto

Ein Interview mit Vorstandssprecher Pierre-Pascal Urbon lesen Sie am Mittwoch in der gedruckten Ausgabe.

Mehr zu SMA finden Sie im Regiowiki.

Rubriklistenbild: © picture-alliance/ dpa

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