Herstellung von Wechselrichtern geplant

SMA-Produktion in Südafrika: Herstellung von Wechselrichtern geplant

Vorstandssprecher: Pierre-Pascal Urbon. Archivfoto: Malmus

Niestetal/Centurion. Die SMA Solar Technology AG will künftig auch in Südafrika Wechselrichter produzieren. Das erklärte das Unternehmen am Mittwoch. Damit will SMA seine Position auf einem Wachstumsmarkt verbessern. Auf den Standort Kassel werde dies keine Auswirkungen haben, hieß es.

Neben dem Ausbau der vorhandenen Vertriebs- und Servicestrukturen werde das Unternehmen zusätzlich eine Fertigung für Sunny Central-Wechselrichter in Südafrika ansiedeln. Diese Modelle wurden speziell für den Einsatz in großen Photovoltaik-Kraftwerken und Freifeldanlagen entwickelt.

Lesen Sie auch

- SMA-Krise: Neue Märkte sollen die Wende bringen

- SMA: Kampf gegen den Niedergang

Mit dem Aufbau einer Produktion erfülle SMA die Anforderungen an den lokalen Wertschöpfungsanteil, heißt es in einer Mitteilung. Das bedeutet, dass man in Südafrika an manchen Ausschreibungen nur teilnehmen kann, wenn ein bestimmter Anteil der Produkte im Inland hergestellt wird. Zum Umfang der Produktion oder der Investition macht das Niestetaler Unternehmen keine Angaben. „Südafrika ist für SMA von strategischer Bedeutung. Das Land verfügt über ein gutes Wirtschaftswachstum mit einem entsprechend steigenden Energiebedarf“, erklärt SMA Vorstandssprecher Pierre-Pascal Urbon.

Vorbereitungen laufen

Mit der Eröffnung der Vertriebs- und Servicegesellschaft in Centurion nahe Pretoria sei man im vergangenen Jahr erfolgreich in den Wachstumsmarkt Südafrika gestartet. Die Vorbereitungen für die Wechselrichter-Produktion in Südafrika habe bereits begonnen.

Die Fertigung werde flexibel sein, wie die bereits bestehenden SMA Wechselrichter-Produktionen in Deutschland und Nordamerika. Dadurch könne das Unternehmen schnell auf Nachfrageveränderungen reagieren.

Der nordhessische Solartechnik-Hersteller hatte in der Vergangenheit bereits mehrfach angekündigt, seine Präsenz im Ausland auszubauen. „Die Notwendigkeit, neue Märkte zu erschließen, lässt sich nicht aussitzen“, hatte Urbon gesagt.

SMA beschäftigt 4500 seiner 5800 Mitarbeiter in Deutschland, hinzukommen weltweit über 700 Zeitarbeitskräfte. Der Solartechnik-Hersteller hat mit einem starken Umsatzeinbruch zu kämpfen: Von Januar bis Ende März setzte das Unternehmen 212,3 Millionen Euro um, vor einem Jahr war es fast doppelt so viel. (gör)

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.