Allein Pierre-Pascal Urbon kaufte für 343.000 Euro

Unternehmenskrise: SMA-Vorstand deckt sich mit Aktien ein

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Kassel/Niesetal. Nachdem die Aktie von SMA am Dienstag auf ein neues Allzeittief gefallen war, stieg sie am Mittwoch wieder. Der Grund: Der SMA-Vorstand hat Aktien gekauft.

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Am Dienstag war die Aktie des Niestetaler Solartechnik-Herstellers in der Spitze um fünf Prozent auf das neue Allzeittief von 14,30 Euro gefallen. Am Mittwoch legten die Titel zeitweise um gut sieben Prozent zu. Der Grund: Vorstandssprecher Pierre-Pascal Urbon und drei seiner Kollegen hatten am Dienstagabend aus ihrem Privatvermögen für insgesamt gut 517.000 Euro Anteilscheine gekauft.

Aktualisiert
um 17.30 Uhr

„Die Aktienkäufe unterstreichen die Überzeugung der SMA-Vorstände bezüglich der positiven Zukunft des Unternehmens“, hieß es auf Anfrage. Analyst Cristopher Rodler von der Privatbank Warburg sieht in den Aktienkauf ein positives Signal, erachtet es aber als „sehr riskant“ derzeit in SMA zu investieren. Es sei schwer einzuschätzen, ob das Unternehmen die Krise bewältige.

Vorstandssprecher Pierre-Pascal Urbon

Urbon orderte zu einem Kurs von 14,60 Euro für 343.317,50 Euro. Dafür bekam er 23.500 Papiere. Finanzvorstand Lydia Sommer kaufte für knapp 13.000, Jürgen Reinert (Technik) für fast 85.000 und Roland Grebe (Innovation) für gut 76.000 Euro. Erst in der vergangenen Woche hatte SMA erneut seine Jahresprognose gekappt. Bei einem Umsatz von 775 bis 790 Millionen Euro soll ein operativer Verlust von 115 Mio. Euro auflaufen. Wie berichtet, sollen bis Mitte 2015 deutlich mehr als 600 Jobs gestrichen werden.

Von José Pinto

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