Unternehmen will Gesundheit der Belegschaft fördern

Solartechnikunternehmen SMA ist Vorreiter beim Projekt „bike+business“

Unternehmen kommt Radfahrern entgegen: Auf dem Betriebsgelände in Niestetal hat der Solartechnikhersteller SMA mobile Unterstände für Fahrräder aufstellen lassen. Archivfoto: Schachtschneider

Niestetal. Beim Solartechnikhersteller SMA in Niestetal weiß man ziemlich genau, wie viele der gut 5000 Beschäftigten mit dem Fahrrad zur Arbeit kommen. Jeder zehnte Mitarbeiter des aufstrebenden Unternehmens nimmt inzwischen den Drahtesel. Das soll nun gefördert werden.

Gegenwärtig arbeitet man in der Unternehmenszentrale in Sandershausen an einem Mobilitätskonzept. Ziel ist es unter anderem, möglichst viele weitere Mitarbeiter zum Umstieg vom Auto auf das Fahrrad zu bewegen. Das Beispiel SMA soll nun auch andere Firmen in der Region ermutigen, die Nutzung von Fahrrädern im Berufsverkehr zu forcieren.

Lesen Sie auch:

Die Niestetaler fungieren als Pilotunternehmen des Projekts „bike + business“ in der Region. Seinen Ursprung hat die Aktion im Rhein-Main-Gebiet. Im Ballungsraum Frankfurt läuft das von dem regionalen Planungsverband und dem Fahrradclub ADFC Hessen entwickelte Projekt bereits seit 2002.

In Nordhessen übernehmen der Zweckverband Raum Kassel (ZRK) und der ADFC die Federführung. Nach Auskunft des ADFC-Landesvorsitzenden Volkmar Gerstein (Kassel) geht es bei „bike + business“ nicht nur darum, durch den Umstieg auf das Fahrrad die Umwelt zu schonen. Radfahren sei erwiesenermaßen auch gesundheitsfördernd.

Ein weiteres Argument, das für die Steigerung des Radverkehrsanteils in den nordhessischen Unternehmen spreche, sei die Einsparung von Kosten für den Ausbau von Parkplätzen. Kassels Oberbürgermeister und ZRK-Vorstandschef Bertram Hilgen (SPD) setzt darauf, dass weitere innovative Unternehmen dem Beispiel von SMA folgen. Im Mai veranstaltet das Niestetaler Unternehmen für seine Mitarbeiter einen Mobilitätstag. Mit von der Partie sind der ADFC, aber auch die Kasseler Verkehrs-Gesellschaft.

Fotos: SMA-Neubau am Sandershäuser Berg wächst

Der SMA-Neubau am Sandershäuser Berg

„Es geht an diesem Tag generell um umweltfreundliche Mobilität“, sagt Pressesprecherin Susanne Henkel. Bei der Erarbeitung des Mobilitätskonzepts für den Solartechnikhersteller soll auch untersucht werden, wie das Radwegenetz in der Region verbessert werden kann.

Von Peter Ketteritzsch

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.