Noch Stunden nach dem Unfall

Verheerender Unfall auf A7 hatte erhebliche Folgen

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Abgestellt: Zahlreiche Lastwagen standen am Donnerstagvormittag nach dem Megastau vom Vorabend noch auf der Autobahn 7 bei Niestetal. Die Fahrer hatten sich schlafen gelegt, um die gesetzlich vorgeschriebenen Ruhezeiten einzuhalten.

Niestetal/Staufenberg. Die Auswirkungen des Unfalls auf der Autobahn 7 mit einem Toten und sechs teilweise schwer Verletzten waren noch am Donnerstagvormittag zu sehen.

Stunden, nachdem sich der bis zu 15 Kilometer lange Stau in Fahrtrichtung Norden aufgelöst hatte, standen noch rund 25 Lastwagen auf beiden Standspuren der Fernstraße. Beamte der Autobahnpolizei Baunatal klopften an die Führerhäuser und weckten die Fahrer.

„Einige haben ihre Lastwagen dort abgestellt, um die gesetzlich vorgeschriebene Ruhezeit einhalten zu können“, sagte Kassels Polizeisprecher Wolfgang Jungnitsch auf HNA-Anfrage.

Innerhalb von 24 Stunden müssen die Fahrer acht Stunden Pause machen. Bei der Aufweckaktion am Donnerstagvormittag hätten die Autobahnpolizisten ein Auge zugedrückt. „Wer beispielsweise bereits siebeneinhalb Stunden Pause gemacht hatte, der konnte die restliche Zeit stehen bleiben“, berichtet der Sprecher. Anderenfalls wäre die Ruhezeit verfallen und die Fahrer wären noch mehr in Verzug geraten.

Während die Lkw-Fahrer über die Großzügigkeit der Beamten froh waren, musste die Polizei an anderer Stelle Kritik einstecken. Gegenüber der HNA monierten Autofahrer, dass die Beamten an einem der neuralgischen Punkte der Umleitung, der Anschlussstelle Hann. Münden - Lutterberg, nicht präsent waren.

In Fahrtrichtung Norden mussten die Autofahrer die Autobahn dort verlassen und auf die Bundesstraße 496 in Richtung Hann. Münden beziehungsweise auf die Kreisstraße in Richtung Staufenberg-Sichelnstein abbiegen. Dabei kam es jedoch zu erheblichen Behinderungen, weil auch diese Straßen verstopft waren und die von der Autobahn kommenden Fahrer den Autos auf der Bundesstraße Vorfahrt gewähren mussten.

Und so dauerte es teilweise mehrere Minuten, bis wieder ein Schub Fahrzeuge abbiegen konnte. Die gleichen Probleme hatten jene Autofahrer, die am Ende der Umleitungsstrecke von der B496 in Richtung Süden auf die Autobahn auffahren wollten.

Die Autobahnpolizei Baunatal sei zwar für die Fernstraße auf niedersächsischem Gebiet bis Lutterberg zuständig, nicht aber für die übrigen Straßen, sagte Jungnitsch. Zuständig ist dort die Polizei in Hann. Münden. Auf HNA-Anfrage warb Jasmin Kaatz, Sprecherin der Polizeiinspektion Göttingen, um Verständnis für die Beamten.

Diese hätten unter anderem in der Stadt Hann. Münden alle Hände voll zu tun gehabt, um den Verkehr zu regeln. Außerdem sei es selbst für die Polizei schwierig gewesen, auf den verstopften Straßen bis zu der Anschlussstelle zu kommen.

Kaatz: „In diesen Fällen können wir nur an die Verkehrsteilnehmer appellieren, Rücksicht aufeinander zu nehmen.“

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