Stelle gefährlich für Fußgänger

Kasselsteig-Wanderer müssen bei Heiligenrode über Straße laufen

Gefährlicher Wegabschnitt des Kasselsteigs: Rund 50 Meter müssen Wanderer über die Kreisstraße bei Heiligenrode laufen, um die Straße zu überqueren. Der Wanderweg kommt von rechts (unterer Bildrand), führt ohne Gehweg entlang der Straße bis rechts zur nächsten Wegeinmündung (hinten im Bild, geparktes rotes Auto). Foto: Naumann

Niestetal. Immer wenn Alois Lorscheider-Brinkmann aus Nieste die sechste Etappe des Kasselsteigs bei Niestetal-Heiligenrode entlangwandert, „stolpert“ er, wie er sagt.

„Um die Kreisstraße genau zwischen Heiligenrode und dem Gut Windhausen queren zu können, müssen Wanderer, Radfahrer und Reiter ein kurzes Stück direkt die Straße nutzen“, sagt Lorscheider-Brinkmann. Die Stelle sei nicht besonders übersichtlich und deshalb für Fußgänger gefährlich. Die Straße beschreibe dort eine langgezogene, jedoch relativ scharfe und abschüssige Kurve. „Zudem ist der Abschnitt immerhin rund 50 Meter lang“, sagt Lorscheider-Brinkmann. Nicht nur der Kasselsteig folge dieser Linie, sondern auch der lokale Wanderweg II. Auch eine ältere Radwegskennzeichnung sei noch auszumachen.

Die heikle Stelle sei schon seit Jahren bekannt. „Bereits 2010 gab es in der Niestetaler Gemeindevertretersitzung einen Antrag aus der damaligen Grünen-Fraktion zum Bau eines rund 50 Meter langen Wander- und Radweges entlang der Kreisstraße genau an dieser Stelle, der jedoch von SPD und CDU abgelehnt wurde“, sagt Lorscheider-Brinkmann. Dabei sei schon mit relativ wenig Aufwand dort ein schmal geschotterter Seitenstreifen jenseits der Leitpfosten realisierbar. Doch habe sich bis heute dort nichts getan. „Selbst ein Warnhinweis für Autofahrer – Vorsicht, Fußgänger kreuzen – sucht man vergebens.“

Harald Kühlborn

„Tatsächlich hatten aktuell weder der Landkreis noch die Gemeinde Niestetal diese Problemstelle auf dem Schirm“, sagt Kreissprecher Harald Kühlborn. Beide Verwaltungen seien aber Dankbar für den Hinweis. Tatsächlich sei es vergleichsweise einfach, dort einen Weg mit wassergebundener Oberfläche anzulegen. Es würde sich dabei um ein relativ kleines Projekt handeln, das nicht einmal politisch behandelt werden müsste. „So etwas läuft über normales Verwaltungshandeln“, sagt Kühlborn. Soll heißen: „Die Meldung des Problems direkt bei der Gemeinde reicht aus“. Dann würde sich die Gemeinde Niestetal mit dem Landkreis in Verbindung setzten, um gemeinsam eine planerische wie finanzielle Lösung zu finden. Kühlborn: „Für solche Anliegen haben wir stets ein offenes Ohr.“

Alois Lorscheider-Brinkmann ist indes von so viel Entgegenkommen angetan. „Bei der nächsten Gelegenheit werde ich mein Anliegen der Gemeinde Niestetal vortragen“, kündigt er an.

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