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Zahlen andere Kommunen bald fürs Niestetaler Schwimmbad?

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Wird neu gebaut: Das Wichtelbrunnenbad in Niestetal entsteht neu nahe der A7. Die SPD möchte, dass auch andere Kommunen die laufenden Kosten mittragen. 

Niestetal. Das neue geplante Hallenbad in Niestetal, das mit vier Mio. Euro vom Bund gefördert wird, bleibt auch weiterhin Gesprächsthema.

Der Vorschlag der Niestetaler SPD, die laufenden Kosten des neuen Hallenbads zum Teil auch auf die umliegenden Kommunen abzuwälzen, sorgt für durchaus gemischte Reaktionen.

Für Kommunen östlich von Kassel sei das Hallenbad wichtig, weil es auch von deren Schülern, Kindergartenkindern und Bürgern genutzt werde, begründeten die SPD-Vorsitzenden Dr. Werner Weißenborn und Silvia Nolte den Vorstoß. Einer möglichen Kreisumlage war von der Verwaltung des Landkreises bereits eine Abfuhr erteilt worden, doch die Sozialdemokraten hoffen weiterhin auf finanzielle Unterstützung aus der Niestetaler Nachbarschaft.

„Wie möchte man denn herausfiltern, wer aus Lohfelden ins Bad kommt“, fragt Lohfeldens Bürgermeister Uwe Jäger (SPD). „Ich bin skeptisch.“ Viele aus seiner Gemeinde würden außerdem nach Kassel ins Auebad fahren, sagt Jäger. Schulen und Kindergärten aus Lohfelden würden im Sommer dagegen das eigene Freibad nutzen.

Dass bei den Nachbarkommunen die Hand aufgehalten werden könnte, um den laufenden Betrieb im Bad zu finanzieren, findet Jäger nicht richtig. Man stelle ja auch Niestetaler Bürgern die Lohfeldener Infrastruktur ohne Kostenbeteiligung zur Verfügung. Insgesamt sei die Idee „ein sehr verwegener Gedanke“. Für ihn sei nicht ersichtlich, warum sich Lohfelden an den Kosten des Bades einer anderen Gemeinde beteiligen solle.

Bernd Grebenstein, parteiloser Bürgermeister der Nachbarkommune Staufenberg, sieht dem Ansinnen deutlich gelassener entgegen. Einerseits zahle man ja bereits durch den Kauf von Schüler- und Kindergartentickets einen Zuschuss ans Bad, andererseits sei er „offen für eine interkommunale Regelung“ über die Grenzen hinweg.

Man könne sich darüber unterhalten, dazu müsste man auf die Gemeinde Staufenberg zukommen. Klären müsste man dann unter anderem auch, wie die Regelung im Einzelnen aussehen könnte. „Das ist kein Ja, aber auch kein Nein“, sagt Grebenstein.

Dass der Schwimmunterricht vom Landkreis als Schulträger organisiert werde, sagt Kaufungens Bürgermeister Arnim Roß (SPD). „Auf die Frage, wo die Kaufunger Schulen ihren Schwimmunterricht abhalten, hat die Gemeinde keinen Einfluss.“ Damit der Landkreis seine Aufgaben wahrnehmen könne, würden die Gemeinden die Schulumlage an den Kreis zahlen. „Für Kaufungen sind das im Jahr 2017 über drei Mio. Euro“, so Roß.

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