Gemeinde fordert: Genehmigung für Erdgasförderung mit Chemikalien nicht erteilen

Niestetal sagt Nein zu Fracking

Niestetal. Wie bereits mehrere andere Kommunen im Landkreis Kassel spricht sich auch Niestetal gegen die Erkundung von Erdgasvorkommen mittels der sogenannten Fracking-Methode aus. Dabei werden Chemikalien und Wasserdruck eingesetzt, um in Gestein gebundenes Erdgas zu fördern.

Der Gemeindevorstand lehne die Pläne des Unternehmens BNK wegen „bereits bekannter Risiken und in Anbetracht noch nicht abschätzbarer Auswirkungen auf Mensch und Natur“ ab, heißt es in einer Erklärung des Gremiums. Wie berichtet, hat die Firma BNK beantragt, in weiten Teilen Nordhessens nach Erdgas zu suchen.

Die Gemeinde Niestetal ist Teil des 5000 Quadratmeter großen, von dem Unternehmen als „Adler-South“ bezeichneten Gebiets. Die betroffenen Kommunen sind gegenwärtig aufgefordert, Stellungnahmen zu den Erkundungsplänen abzugeben.

In seinem Beschluss fordert der Gemeindevorstand den Bund auf, das Bundesberggesetz zu ändern. Die Kommunen und die Öffentlichkeit müssten bei entsprechenden Plänen angemessen beteiligt werden. Außerdem müsse es eine „detaillierte Betrachtung der Umweltverträglichkeit“ geben. Bei künftigen Genehmigungsverfahren müsse der Schutz des Trinkwassers Priorität haben. In Gebieten, in denen Trinkwasser gewonnen wird, so die Forderung der Gemeinde, dürfe es kein Fracking geben. An die Landesregierung appellieren die Mitglieder des Gremiums, die Fracking-Erkundung in Nordhessen bis zu einer Anpassung des Bundesberggesetzes auf Eis zu legen. (ket)

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