Arbeiten für neue Freilandanlage laufen auf Hochtouren

Solarpark am Sandershäuser Berg nimmt Gestalt an

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Der Solarpark am Sandershäuser Berg wächst: Montagearbeiter fügen die Fotovoltaik-Module an verschiedenen Stellen in die Träger ein. Im Hintergrund ist die Stadt Kassel zu erkennen.

Niestetal. Eine monoton hämmernde Pfahlramme, unzählige Stahlpfosten, Bagger und viele Bauarbeiter bestimmen seit einigen Tagen das Bild auf einer Ackerfläche am Kreisel in der Hermann-Scheer-Straße. Es geht wieder richtig rund im Gewerbegebiet am Sandershäuser Berg.

Einen Steinwurf von dem neuen SMA-Servicezentrum entfernt lassen die Städtischen Werke Kassel einen Solarpark errichten. Die Fotovoltaikanlage soll im Oktober in Betrieb gehen.

„Der Solarpark ist auf eine maximale Leistung von 800 Kilowatt ausgelegt“, sagte Ingo Pijanka unserer Zeitung auf Anfrage. Zu weiteren Details wollte sich der Pressesprecher der Städtischen Werke nicht äußern. Die Anlage soll dem Vernehmen nach in der zweiten Oktoberhälfte gemeinsam mit Partnern offiziell ans Netz gehen.

Das Sonnenfeld auf dem Sandershäuser Berg ist von der Gemeinde Niestetal durch eine spezielle Festsetzung im Bebauungsplan ermöglicht worden. Vergangenes Jahr war ein privater Investor mit seinem Plan gescheitert, am Ortsrand von Sandershausen eine Fotovoltaikanlage zu errichten. Seinerzeit lehnte die Gemeindevertretung das Projekt mit Verweis auf eine mögliche Störung des Ortsbilds ab.

Ob sich Bürger, etwa über die geplante Energiegenossenschaft, an dem Großprojekt in dem Gewerbegebiet beteiligen können, „ist künftigen Entscheidungen vorbehalten“, sagte Rathaussprecher Dennis Bachmann. Von seiner Größe und Leistung her bleibt der Solarpark der Städtischen Werke in Niestetal deutlich hinter den in Fuldabrück, Schauenburg und Fuldatal errichteten Solarfeldern zurück, die eine Spitzenleistung von bis zu 2,5 Megawatt bringen.

Die Bau- und Montagearbeiten auf der zuletzt nicht mehr bestellten landwirtschaftlichen Fläche im Gewerbegebiet am Sandershäuser Berg liegen in der Hand des Unternehmens IBC-Solar AG aus dem fränkischen Bad Staffelstein.

Der von den Städtischen Werken beauftragte Generalunternehmer errichtet nach eigenen Angaben weltweit Solaranlagen und schlüsselfertige Solarparks.

Auf der Baustelle in Niestetal wird deutsch und rumänisch gesprochen: „Wir arbeiten mit Subunternehmern zusammen, auch mit Handwerksbetrieben und Wachdiensten aus der Region Kassel“, sagte IBC-Projektmanager Rainer Frank während der Bauarbeiten. Jetzt sind zusätzliche angerückte Montagearbeiter damit beschäftigt, die seit Tagen an der Straße bereitliegenden, in China produzierten Silikon-Fotovoltaik-Module in die Trägerkonstruktion einzufügen. (ppw/ket)

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