Helfer stellten 16 Meter hohen Pfahl mit Nest auf

Nisthilfe bei Mönchehof soll Störche anlocken

 Das Team aus ehrenamtlichen Helfern: Klaus-Dieter Haupt (von links), Klaus von Laar, Henner Diegler, Günter Paradies, Georg Döhe, Frank Bachmann, Franz Göttlicher, Horst Milde und Walter van Elkan.

Espenau. Einen geeigneten Nistplatz zu finden, ist für Weißstörche nicht immer leicht. Deshalb stellen einige Kommunen Nestplattformen auf. Am Fulda-Ufer bei Niestetal und an den Vollmarshäuser Teichen bei Lohfelden ist das bereits geschehen. 2012 gab es in Sandershausen erstmals Nachwuchs.

Auch in Espenau möchte man Meister Adebar nun mit einer Nisthilfe unterstützen. Diese wurde jetzt auf einem Feld bei Mönchehof von einem Team aus ehrenamtlichen Helfern der Gemeinde aufgestellt.

Spezielle Knotentechnik

Mit einer speziellen Knotentechnik hatte Landwirt Henner Diegler ein Zugseil am Stamm des Korbes befestigt. Bei starkem Schneetreiben wurde dieser zusammen mit dem Korb vom Trecker des Landwirts Lars Peter in die senkrechte Position gebracht.

Schon 14 Tage zuvor hatte das Team eine Fundamentgrube ausgehoben und mit 13 Tonnen Beton gefüllt. Das Stahlgestell für den Mast wurde positioniert, genauestens ausgerichtet und mit Beton eingegossen.

Storch im Anflug: Wie hier in Sandershausen will man nun auch in Espenau Meister Adebar mit einer Nisthilfe unterstützen.

Der Lärchenstamm mit einer Länge von 16 Metern dient als Mast und ist aus dem Gemeindewald. Dessen Rinde wurde mit viel Mühe von den Helfern abgeschält und vom ehrenamtlichen Mitarbeiter Harald Draack bearbeitet. Auf dem Mast befindet sich ein Metallkorb mit einen Durchmesser von 1,5 Metern. Dieser ist mit Nistmaterial umflochten. Zum Abschluss der Arbeiten wurde der Stamm der Nisthilfe noch gesichert. Mehrere Hundert Stunden Arbeit hat das Team in den Bau investiert. Nun hofft man in Espenau, dass mit dem Frühling auch die Weißstörche eintreffen.

Die Wintermonate verbringt diese Vogelart in West-, Ost- und Südafrika. Es gibt allerdings auch einige Weißstörche, die in Deutschland bleiben. Meist handelt es sich dabei aber um ausgewilderte Tiere, die an den Menschen gewöhnt sind und ein gestörtes Zugverhalten aufweisen. Schätzungsweise gibt es weltweit 230 000 Storchenpaare (Stand 2004/05). Derzeit brüten in Deutschland wieder etwa 4500 Paare.

Von Nina Thöne

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