Verkaufsoffener Sonntag sorgte für Betrieb auf dem Marktplatz und in Seitenbereichen

Es ist noch Luft nach oben

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Pause vom Einkaufsbummel: Der Märchenerzählerin Rita Maria Fröhle aus Vlotho (links) hörten in der überdachten Einkaufspassage am Marktplatz nicht nur Kinder gespannt zu. Sie erzählte Geschichten der Brüder Grimm.

Baunatal. Mariola Schenk zieht den würzigen Duft einer Teemischung in die Nase. Mehrere andere Kunden durchstreifen das Tee-Eck hinter der Stadthalle. Inhaber Hermann Meisenberg und seine Frau Cornelia haben gut zu tun.

Das ist an einem verkaufsoffenen Sonntag vor allem im „Schlauch“ hinter der Stadthalle und Seitenstraßen des Marktplatzes nicht selbstverständlich. Doch am Sonntag herrschter auch in den Seitengassen Publikumsverkehr. „Gottseidank ist was los“, ,sagte Dieter Schenk aus Baunatal, der seine Frau bei der Teeauswahl unterstützte.

„Das war ein Schritt in die richtige Richtung. Für den Anfang bin ich zufrieden“, so beschrieb Dirk Wuschko, Geschäftsführer der Baunataler Stadtmarketing-Gesellschaft seine Bilanz des mit Grimm’schen Märchen beworbenen Einkaufstags. Früher seien Einkaufsbummel immer auf den Marktplatz konzentriert gewesen. Diesmal habe man es wenigstens in Ansätzen geschafft, Kaufwillige auch in die Seitenstraßen zu locken, meinte Wuschko. Das sei allerdings noch ausbaufähig.

Verkaufsoffener Sonntag und Karnevalsauftakt in Baunatals Innenstadt

Da hat Wuschko sicher recht: Wer ganz am äußersten Ende der Ladenzeilen angesiedelt ist, hat Probleme wahrgenommen zu werden. So erging es dem Frisörsalon Fräulein Schüffler. Der hatte sich eine Rabatt- und Spendenaktion ausgedacht und das Schaufenster liebevoll mit einem gestiefelten Kater dekoriert. Etwas mehr Resonanz habe man sich da schon erwartet, sagte Romi Schüffler, Mutter der Inhaberin.

Es gibt allerdings auch Kunden, die es gerade schätzen, dass es in der Baunataler City an verkaufsoffenen Sonntagen beschaulicher als anderswo zugeht. „In Kassel ist es dann immer furchtbar voll, man wird beim Einkaufsbummel hin- und hergeschubst“, sagte Eva Wlotzka aus der Fuldastadt, die sich mit ihrem Mann Herbert während einer Einkaufspause am Stand von Patrick Bohne eine leckere Steckrübensuppe gönnte.

Auf das nächste Ereignis, das für Frequenz sorgen sollte, düfen sich die Geschäftsleute schon jetzt freuen. In gut drei Wochen, am 5. Dezember, öffnet der Nikolausmarkt, für fünf Tage seine Tore auf dem Marktplatz.

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