Landwirt Gundelach erweitert Mastbetrieb in Vollmarshausen um zwei große Ställe

Weitere Mastanlage in Vollmarshausen: 80.000 Hähnchen zusätzlich

Lohfelden. In Lohfelden-Vollmarshausen soll eine weitere Hähnchenmast-Anlage mit knapp 80.000 Tieren errichtet werden. Fast eine Million Euro wird Landwirt Jost Gundelach in die Anlage mit zwei Ställen und Futtersilos investieren.

Der Standort liegt in der Nähe einer bereits bestehenden Anlage an den Sandwiesen, wo Jost Gundelach mit seiner Ehefrau Ruth bereits seit 2008 in zwei Ställen knapp 80.000 Hähnchen mästet. Mit den dann 16. 000 Tieren wird Gundelach zum größten Hähnchenmäster im Landkreis Kassel.

Die beiden neuen Ställe werden jeweils 100 Meter lang und 20 Meter breit. 12 Meter hohe Ablufttürme sollen dafür sorgen, dass keine Geruchsbelästigung entsteht. Die Anlage wird am Breiten Weg in einer Senke gebaut und von begrünten Erdwällen umgeben. „Man wird kaum etwas davon sehen und nichts riechen“, sagt Jost Gundelach.

„Der Standort ist ideal“, meint er, bebaute Gebiete seien weit entfernt. Lastwagen zur Anlieferung des Futters und zum Abholen der Hähnchen dürfen nur über die B7 anfahren, so wird zusätzlicher Lkw-Verkehr in Vollmarshausen vermieden.

Die Anlage ist laut Kreissprecher Harald Kühlborn genehmigungsfähig, die Bauaufsicht habe keine Einwände. Zurzeit läuft das Erörterungsverfahren. Bis 23. Februar liegen die Pläne im Rathaus Lohfelden aus, für 19. April ist ein Erörterungstermin im Bürgerhaus Lohfelden vorgesehen.

Im Sommer soll mit dem Bau begonnen werden, die Bauzeit wird auf vier Monate veranschlagt. „An Weihnachten wollen wir die ersten Hähnchen verkaufen“, sagt Gundelach.

Eigentlich sollte die Anlage bereits fertig sein. „Wir liegen ein Dreivierteljahr zurück“, meint der Landwirt.

Für die Verzögerung habe die Abstimmung zweier Bauvorhaben in diesem Gebiet gesorgt. So entsteht außer dem Hähnchenstall auch eine neue Biogasanlage; der Kreis baut sie an der bestehenden kreiseigenen Kompostanlage Sandwiesen. Dort soll Bioabfall zu Biogas vergoren werden, das die Gemeinde Lohfelden zum Beheizen des Rathauses und anderer öffentlicher Gebäude nutzen wird.

Um mögliche Luftbelastungen abschätzen zu können, mussten der Kreis und auch Landwirt Gundelach Gutachten für den Ausstoß von Staub und Gerüchen einholen. Auch ein Windgutachten hatte der Landwirt zu liefern. „Die Gutachten sind alle positiv, keiner bekommt etwas ab“, lautet Gundelachs Resümee. Dem Hühnermist wird in Gundelachs eigener Biogasanlage das stark riechende Amoniak entzogen. Das Gas wird zur Beheizung der Ställe und zur Produktion von Strom genutzt. Übrig bleibt geruchlose Gülle, die als hochwertiger Dünger auf die Felder gebracht wird.

Die neuen Ställe sollen auf dem Hof Gundelach auch Arbeitsplätze langfristig sichern. Rechnerisch ist eine halbe Arbeitskraft für den Betrieb nötig.

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