Grüne Linke Liste Kaufungen gegen A 44-Planung

„Nordhessen wird nicht profitieren“

Kaufungen. Als zu teuer, zu laut und aufgrund der neuesten Verkehrszahlen vollkommen überflüssig bezeichnet die Grüne Linke Liste Kaufungen (GLLK) die Planung der A 44 im Bereich Kaufungen-Helsa. Die Prognosen zur Verkehrsbelastung seien gegenüber den ursprünglichen Zahlen um bis zu 40 Prozent zurückgegangen.

Von dem zusätzlichen Lärm und Gestand des Lkw-Transitverkehrs könne durch sinnvolle Ortsumfahrungen mit weit weniger Eingriffen in die Landschaft Abhilfe geschaffen werden, schreibt GLLK-Fraktionsvorsitzender Steffen Andreae in einer Pressemitteilung. Dass sich durch Helsa und Kaufungen nach Rückbau der B 7 wieder der Verkehr schlängeln solle, sei nicht nachvollziehbar.

Auch die Baukosten nach einer längst veralteten Planung in Höhe von 1,8 Milliarden Euro ließen sich nicht mehr rechtfertigen, meint die GLLK. Die Gemeinden rechts und links der Autobahn und der Wirtschaftsstandort Nordhessen würden von der A 44 nicht profitieren.

Die Bundesregierung gebe in ihrer jüngsten Stellungnahme zum Planungs- und Finanzierungsstand der A 44 „unumwunden zu, dass es um die Verbindung der Wirtschaftszentren Rheingebiet mit Ostdeutschland und Billiglohnländer Osteuropas geht. Nordhessen wird als reines Transitgebiet missbraucht, die Waren ziehen weiter, Lärm und Gestank bleiben hier“, schreibt Andreae. (hog)

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