Nordhessischer Grimmsteig als Qualitätswanderweg ausgezeichnet

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Wunderbares Wandergebiet: Mehr als 500 Wanderer kamen im Herbst nach Nieste, um den nordhessischen Teilnehmer im Wettstreit um den „schönsten Wanderort Hessens“ zu unterstützen. Auch der Grimm-Steig, der jetzt zum Premiumweg geadelt wurde, führt über Niester Gebiet.

Kreis Kassel / Stuttgart. Der Deutsche Wanderverband hat am Wochenende auf der Reisemesse CMT in Stuttgart den Grimm-Steig und sieben weitere Wanderwege mit dem Prädikat „Qualitätswege Wanderbares Deutschland“ ausgezeichnet.

Der Grimm-Steig verläuft als Rundweg auf 77 Kilometer Länge durch die Söhre und den Kaufunger Wald zum Meißner. Er führt durch Wälder und die Feldmark der Kommunen Söhrewald, Kaufungen, Nieste, Helsa und Hess. Lichtenau. „Hervorragend“ nannte Niestes Bürgermeister Edgar Paul die Auszeichnung, die er in Stuttgart entgegennahm.

Begleitet wurde er dort von Rudolph Grau, der in seiner Verkleidung als Niester Riese die Wanderer im Kaufunger Wald des öfteren erfreut. „Wir spielen jetzt in der Bundesliga der Wanderwege mit“, sagte Paul. Der Grimm-Steig sei einer von 89 Premiumwanderwegen in ganz Deutschland. Der Grimm-Steig werde nun in vielen Zeitschriften beworben, dies sei von großer Bedeutung für die nordhessische Wanderregion.

„Wir sind sehr stolz über die Anerkennung für unsere Arbeit“, meinte Söhrewalds Bürgermeister Michael Steisel zur HNA. Steisel, der auch ausgebildeter Wanderführer ist, hatte das Projekt mit aus der Taufe gehoben und maßgeblich voran gebracht. Söhrewald, Kaufungen, Nieste, Helsa und Hess. Lichtenau sind in einer touristischen Arbeitsgemeinschaft miteinander verbunden und haben den Grimm-Steig gemeinsam auf den Weg gebracht – um den Naherholungswert ihrer Gemeinden zu steigern, aber auch um den Tourismus vor Ort anzukurbeln.

„Wir dürfen uns jetzt nicht zurücklehnen“, sagte Steisel. Man werde sich bemühen, den Weg noch besser zu machen. Dabei könnten auch die vielen Wanderer mithelfen, die den Grimm-Steig im vergangenen halben Jahr bereits abgeschritten haben. Sie könnten Tipps geben, wo ein zusätzlicher Wegweiser oder andere Veränderungen sinnvoll wären.

Der Deutsche Wanderverband wird den Weg ebenfalls im Auge behalten. Vor der Prädikatsvergabe wird ein Wanderweg in 30 Kriterien geprüft. So muss mindestens ein Drittel der Strecke naturbelassen sein, höchstens zehn Prozent darf an befahrenen Straßen verlaufen. Die Auszeichnung gebühre auch dem Hessisch-Waldeckschen Gebirgs- und Heimatverein (HWGHV) und dem Naturpark Meißner-Kaufunger Wald, fügte Steisel hinzu. Sie hätten den Grimm-Steig tatkräftig unterstützt. Als nächsten Schritt müsse man sich jetzt um eine gute Vermarktung kümmern. Dabei müssten auch die Übernachtungsmöglichkeiten verbessert werden.

Von Holger Schindler

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