150 ehemalige Schüler der Erich-Kästner-Schule trafen sich nach 25 Jahren in Großenritte wieder

Nostalgische Party bei Uschi

Mit Namensschildern und vielen Erinnerungen im Gepäck: Tatja Schäfer (vorn links) und Karsten Baumann (rechts neben ihr) empfingen die 150 ehemaligen Schulkameraden (im Hintergrund) mit einer kleinen Rede in der Kulturhalle Großenritte. Die Wiedersehensfreude war groß, die Stimmung ausgelassen. Fotos: Dilling

Baunatal. Fast ist alles wie früher beim Abschlussball der Erich-Kästner-Schule 1986: Ursula „Uschi“ Albert, die Pächterin der Kulturhalle, hat angerichtet und bedient, die Stimmung ist ausgelassen, die Musik laut, es wird getanzt.

Es werden Fotos gemacht. Nur die Kleidung der Feiernden ist häufig gediegener geworden, und die Gesichter haben sich bei manchen so verändert, dass ihre früheren Schulkameraden zwei Mal hinschauen müssen, um sie wiederzuerkennen. Und die Klassenlehrer, die zum Teil mitfeiern, sind in die Jahre gekommen.

Acht Klassen eines Jahrgangs mit 220 Schülern haben vor 25 Jahren an der EKS ihre mittlere Reife gefeiert. Mit dabei waren der Großenritter Karsten Baumann, der heute technischer Angestellter im Volkswagenwerk ist, und Tatja Schäfer, die als freie Architektin in Kassel arbeitet. Sie haben es geschafft, dass sich nun 150 dieser ehemaligen Klassenkameraden in Baunatal wiedersehen konnten.

Dabei hat der Zufall Pate gestanden. Baumann und Schäfer trafen sich beim Schützenfest der Leichenbrüderschaft in Elgershausen im vergangenen Jahr zum ersten Mal nach dem Abschlussball wieder. Keiner kannte bis dahin den Wohnort des anderen. Die beiden fassten beim Bier spontan den Entschluss, ein Jahrgangstreffen auf die Beine zu stellen und gründeten ein Organisationsteam.

Vor der Party in der Kulturhalle hatten sich etwa 70 ehemalige Schüler in ihrer frisch sanierten und umgebauten Schule getroffen, um sich von Schulleiter Dieter Ernst, der schon zu ihrer Schulzeit dort Lehrer war, durch die Räume führen zu lassen.

Bücherei war Klassenraum

Dort gab es ein Wiedersehen für die ehemaligen Klassenkameraden mit Frank Göbel, der inzwischen im bayerischen Wald als Gießereileiter arbeitet, und Holger Siegmann, der in Kassel wohnt und in Hannover als Qualitätsmanager sein Geld verdient. Die beiden identifizierten die neue Bücherei als ihren früheren Klassenraum. Da wurden Erinnerungen wach an den etwas schäbigen Filzbelag auf dem Boden, an „schreckliche Wandfarben“ (Siegmann), an einen grantigen Hausmeister und das Bäckerauto, an dessen Theke sich viele Schüler mit Zwiebelstangen eindeckten.

Alexander Stehl schaute sich eingehend die Lernwerkstatt der EKS an. „Hier hatte ich damals Mathematik“, sagt der Berufssoldat, der in Hessisch Lichtenau wohnt.

Beeindruckt zeigten sich die meisten Ex-Schüler von dem neuen Komfort ihrer Schule. „Das sieht so gut aus, da möchte man am liebsten noch mal die Schulbank drücken“, sagte eine frühere Schülerin lachend. (pdi)

Von Peter Dilling

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.