Neueste Geräte im Einsatz

15 Notärzte und Rettungsassistenten ließen sich in Vellmar fortbilden

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Schneller Einsatz im Rettungswagen: Die Rettungsassistent-Azubis Kai Hubirch (ganz links) und Michele Schiffer (ganz rechts) kümmern sich gemeinsam mit Notarzt Dr. Kolja Deicke (Zweiter von links) um die reanimierte Patientin. Torsten Müller, Ärztlicher Leiter Rettungsdienst Bereich Kassel, kontrolliert die Vorgehensweise.

Vellmar.  Eben noch saß die 45-Jährige gesund an der Supermarkt-Kasse, nun liegt sie mit Herz-Kreislauf-Stillstand im Rettungswagen. Diese und ähnliche Szenarien waren am Wochenende Teil einer Notarztfortbildung des Deutschen Roten Kreuz Rettungsdienstes Kassel (DRK) in Kooperation mit dem Klinikum.

Mit diesen und ähnlichen Szenarien sahen sich am Wochenende 15 Notärzte des Klinikums Kassel sowie sechs Auszubildende zum Rettungsassistenten in der Feuerwache Vellmar konfrontiert.

„Im Ernstfall müssen alle Rettungsvorgänge reibungslos funktionieren. Qualität und Professionalität sind wichtige Kriterien in der Versorgung von Notfallpatienten. Daher ist solch eine Fortbildungsveranstaltung für alle Beteiligten eine Bereicherung“, sagte Martin Pillkowski, Lehrrettungsassistent des DRK-Rettungsdienstes.

Ähnlich sah das Torsten Müller, Leitender Arzt im Rettungsdienstbereich Kassel. „Diese Veranstaltung dient dazu, die Interaktion des Teams sowie den Umgang mit neuen medizinischen Geräten zu verbessern und den Ernstfall zu trainieren“, so der Oberarzt der Anästhesiologie.

Neben zahlreichen theoretischen Einheiten unter der Leitung von Torsten Müller zum Auftakt der Schulung standen am zweiten Veranstaltungstag drei Stationen mit Praxiseinheiten auf dem Programm.

Gerät zur Intensivbeatmung: Klaus Besinger (links) erklärt Florian Wickel die Bedienung des Geräts.

So galt es, Patienten nach erfolgter Reanimation fachgerecht im Rettungswagen zu versorgen. Sämtliche Dialoge und Maßnahmen des hinzugerufenen Notarztes wurden per Video aufgezeichnet und anschließend von den Experten und der Teilnehmergruppe ausgewertet.

„Das Feedback war sehr wertvoll“, fand Teilnehmerin Kathrin Rüße. Die 37-jährige Anästhesistin ist seit einem Jahr im Notarzteinsatz. „Das war meine erste Fortbildung dieser Art. Sie hat viele Bereiche abgedeckt und war in jedem Fall einer Bereicherung für meine künftigen Einsätze.“

Angetan waren die Teilnehmer auch von der Übung zur Trauma-Versorgung sowie der Geräteeinweisung, die sie in den weiteren Unterrichtseinheiten erhielten. Dort wurde neben Intensivbeatmungsgeräten und Blutgas-Analyse-Messverfahren mit „Lucas“ ein weiterer Helfer vorgestellt. „Das moderne Reanimationsgerät kümmert sich ausschließlich um die Herzdruckmassage und führt diese auch längere Zeit in optimaler Qualität durch“, sagte Müller. „Dank Lucas kann sich das Rettungsteam noch besser auf weitere lebenserhaltende Maßnahmen konzentrieren.“

Von Martina Sommerlade

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