Kunden verunsichert

NVV-Jobticket für 639 Euro monatlich: Teure Fahrt zur Arbeit

Baunatal/Kassel. Dass der Nordhessische Verkehrsverbund (NVV) von Zeit zu Zeit seine Preise erhöht, daran haben sich die Kunden längst gewöhnt. Die Kostensteigerung, über die Familie Dahlmann aus Rengershausen kürzlich informiert wurde, scheint jedoch maßlos übertrieben.

In einem Schreiben wies der NVV darauf hin, dass das Jobticket nach Kassel ab sofort 639 Euro im Monat kostet. Zum Vergleich: Eine normale Monatskarte für denselben Bereich kostet 69 Euro.

"Wir konnten uns kaum vorstellen, dass Mobilität in Nordhessen plötzlich derart teuer sein soll", sagt Wibke Dahlmann. Verständlich, denn immerhin sind es von Rengershausen nach Kassel gerade einmal elf Kilometer. Für den neuen Preis könne man sich auch einen schicken Neuwagen leasen. "Oder nach New York auswandern. Dort soll ein Monatsticket für die U-Bahn umgerechnet nur etwas mehr als 80 Euro kosten", scherzt Dahlmann.

Inzwischen hat sich der NVV bei der Familie aus Rengershausen gemeldet. Die Angabe "monatlich" sei versehentlich in die Informationsschreiben über die Tarifänderung eingefügt worden, heißt es in der Stellungnahme.

Tatsächlich müsse es natürlich "jährlich" heißen. Den Brief mit den fehlerhaften Preisangaben hatten nach Auskunft des NVV-Fachbereichs Tarif und Verkehr alle Kunden erhalten, die Verträge mit jährlicher Zahlweise haben. (pdf)

Rubriklistenbild: © Symbolbil/Archiv

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