Fachverbände präsentierten bis ins Detail durchgeplante Ziergärten in der Region

Oase auf engstem Raum

Obst zum Naschen muss sein: Landschaftsgärtnerin Barbara Sörries-Herrnhild (rechts) führt Petra Mansius (von links) und Iris Alter durch den Garten der Heilpraktikerin Ellen Scheer-Daye in Großenritte. Fotos:  Dilling

Baunatal. Eine Pinocchio-Figur schaut entspannt auf einen murmelnden Brunnen. Stauden wiegen sich im sachten Wind, zwei Johannisbeer-Sträucher laden zum Naschen ein.

Petra Mansius und Iris Alter aus Dörnhagen staunen, welche große Vielfalt die Heilpraktikerin Ellen Scheer-Daye auf kaum mehr als 50 Quadratmeter Gartenfläche hinter ihrem Haus in Großenritte untergebracht hat. Hier hat keiner planlos im Baumarkt Pflanzen zusammengekauft, alles ist durchgeplant und durchdacht, nichts dem Zufall überlassen.

Sechs Stationen

Mansius und Alter gehörten zu den Besuchern, die sich am Wochenende in Scheer-Dayes Gärtchen die sprichwörtliche Klinke in die Hand gaben. Und Großenritte war dabei nur eine von sechs Stationen in der Kasseler Region, an denen Gartenfreunde sich Tipps und Anregungen für professionell gestaltete private Gärten holen konnten. Für solches Grün-Styling warben bei dieser Aktion der Fachverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Hessen-Thüringen, der Bund der Landschaftsarchitekten und die Gesellschaft für Gartenkunst. Die beiden Dörnhagener Frauen besichtigten alle Mustergärten, um neue Ideen für das eigene Grün mitzunehmen.

Wenn der Garten eine Entspannungsoase, ein Ort des Kraftschöpfens und der Besinnung sein soll, dann reicht es nicht, einfach draufloszupflanzen, da braucht alles eine möglichst gerundete Form.

Warnung vor Spitzen

Die Landschaftsarchitektin und Fachautorin Barbara Sörries-Herrnhild aus Bad Emstal warnte das Publikum in Großenritte vor Spitzen, die die Harmonie stören. Auf solche Kantenspitzen müsse man zumindest einen Baum pflanzen.

Sörries-Herrnhild hat den Garten der Großenritter Heilpraktikerin angelegt. Es sei viel besser, beim Bau eines Hauses den Garten vom Fachmann planen zu lassen. Viele Eigenheimbesitzer fingen immer wieder neu an, ihre grüne Lunge umzugestalten. „Denen fehlt dann ein gescheites Grundkonzept“, sagt sie. Ein Garten müsse alle fünf Sinne anregen.

Von Peter Dilling

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