Neubau Bürgerhaus Obervellmar: Anfang 2013 soll Planungsbüro für 4,35-Millionen-Projekt feststehen

Bürgerhaus Obervellmar: Ausschreibung für Neubau erfolgt

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Wirkt auf den ersten Blick idyllisch: Aber das Bürgerhaus Obervellmar ist seit Monaten wegen Asbestbelastung geschlossen.

Vellmar. Das weitere Vorgehen für den Abriss und Neubau des asbestbelasteten Bürgerhauses Obervellmar steht. Nachdem der Haushalt genehmigt ist, sollen jetzt die Leistungen für das mit 4,35 Millionen Euro veranschlagte Gesamtprojekt europaweit ausgeschrieben werden.

Das erläuterte Vellmars Bürgermeister Dirk Stochla (SPD). Europaweit deswegen, weil die Planungskosten mit 500 000 Euro über der gesetzlich vorgeschriebenen Grenze von 200 000 Euro für eine eingeschränkte Ausschreibung liegen.

Das Kasseler Büro infra-net soll das Verfahren als Projektmanager begleiten und steuern. Dabei geht es um fünf Leistungspakete, die unter anderem Architekturplanungen, Raumakustik, Wärme- und Brandschutz und die technische Gebäudeausstattung umfassen. Am Ende entscheidet der Magistrat, welches Planungsbüro den Zuschlag für das Projekt Bürgerhaus bekommt. Auf einen umfangreicheren und teureren Architektenwettbewerb sei laut Stochla verzichtet worden.

Was dem Bürgermeister ganz wichtig ist: Bei der Auswahl des Planungsbüros - mindestens drei, maximal fünf sollen in die engere Wahl - will sich die Stadt nicht allein auf Referenzen und ein Vorstellungsgespräch verlassen: „Für eine bessere Entscheidungsgrundlage wollen wir vorher einen Entwurfsvorschlag mit Grundrissen, Ansichten und Freiflächenplanungen sehen.“

Diese Arbeiten würden den Büros auch honoriert. Das habe laut Stochla „den besonderen Charme“, dass das Planungsbüro, das am Ende den Zuschlag erhält, auf alle honorierten Entwürfe zurückgreifen und Ideen daraus in seinen endgültigen Entwurf einfließen lassen könne. Auf diese Weise könne man „gemeinsam etwas basteln, was dem Idealziel am nächsten kommt“.

Bald Geschichte: Das Bürgerhaus - hier eine Aufnahme aus den 70er-Jahren - wird abgerissen.

Auch die Stadtverordnetenversammlung wird in die Planungen eingebunden. Dazu wird eine Kommission gebildet, die das Projekt begleiten und eine Beschlussempfehlung für den Magistrat vorbereiten soll. Dieses Gremium mit einer Obergrenze von zehn Personen besteht aus dem Bürgermeister, drei weiteren Mitgliedern des Magistrats, dem Vorsitzenden des Bauausschusses und seinem Stellvertreter, dem Bauamtsleiter und seiner Stellvertreterin und Mitgliedern des Kasseler Büros infra-net als Projektmanager. In der kommenden Woche soll es ein erstes Treffen geben. Anfang 2013 soll feststehen, welches Planungsbüro den Auftrag zum Neubau des Bürgerhauses erhält, um mit den Arbeiten, zu denen auch der Abriss zählt, beginnen zu können.

Auch für die ebenfalls asbestbelastete Kulturhalle Niedervellmar werden laut Stochla die Alternativen Sanierung, Teilabriss, Komplettabriss geprüft, um die beste Variante zu ermitteln.

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