Offene Türen bei Stadtwerken in Baunatal: Besucher bekamen Einblick in Technik

In der Wasserkammer: Wassermeister Dirk Forster (ganz rechts) zeigte den Besuchern, auf welch schonende Weise die Fliesen von grünem Belag gereinigt werden. Fotos: Dilling

Baunatal. Wassermeister Dirk Forster steht mit einer Besucherschar auf dem Grund einer riesigen, eine Million Liter Trinkwasser fassenden, gefliesten Wasserkammer des Hochbehälters am Fuchsberg. Die ist zu Reinigungszwecken geleert worden.

Doch im Betrieb gehen hier täglich mehr als vier Millionen Liter Wasser durch, um Haushalte in Baunatal zu versorgen, erzählt Forster seinen neugierigen Besuchern, die sich später auch die moderne Technik anschauten, mit der unter anderem die Schieber gesteuert werden. Vor über 50 Jahren war das überwiegend noch Handarbeit, sagt Forsters Vorvorgänger Rudolf Griesel, der sich am Wochenende an den Tagen der offenen Tür zum 25-jährigen Bestehen der Stadtwerke Baunatal ebenfalls unter einer Besuchergruppe befand.

Das Interesse an den technischen Möglichkeiten und den Einsatzgebieten der Stadtwerke war bei den Besuchern groß. Schließlich verwalten, reparieren und modernisieren die 1989 gegründeten Werke die Lebensadern des Wachstums der Stadt. Dafür könnte der Hochbehälter am Fuchsberg ein Symbol sein: Vor mehr als 50 Jahren reichte eine Wasserkammer aus. Doch als der Baunsberg immer dichter bebaut wurde, mussten zwei weitere errichtet werden. Der älteste ist inzwischen sanierungsbedürftig. Vorarbeiten dafür seien schon erfolgt, erzählt Forster.

Doch auch das Personal der Stadtwerke ist mit dem stetigen Zuzug neuer Familien gewachsen. 1997 hätten die Werke 33 Mitarbeiter gehabt, berichtet Betriebsleiter Jürgen Grimm. Heute seien es 60 Beschäftigte. Entsprechend sind auch neue Aufgabenfelder dazugekommen, zuletzt der Geschäftsbereich Energie. Dazu zählt die Fernwärmeversorgung. In der Großenritter Betriebszentrale konnten sich die Besucher eine Übergabestation für Fernwärme erklären lassen. Diese wurde zuletzt im neuen Wohnquartier am Stadtpark installiert. Auch wenn es ums Energiesparen geht, ist die Expertise der Werke gefragt. Über die Arbeit der Stadtwerke konnten sich die Besucher an verschiedenen Orten informieren. Bei Baustellenführungen gewannen sie auch einen Eindruck davon, warum die – erneute – Sanierung des Aqua-Parks seine Zeit braucht. HINTERGRUND

Von Peter Dilling

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