Ferienspiele auf Hochtouren: 24 Betreuer sorgen in Baunatal zehn Tage lang für viel Bewegung und gute Unterhaltung

Ohne Anstrengung kein Sommerspaß

Schiffe aus Kork: Leonie (von links), Kim, Sarah und Mika lassen sich von Kassandra Schwerter und Mike Cisler erklären, wie man die baut.

Baunatal. Kassandra Schwerter (21) und Mike Cisler (17) stehen mit durchnässten T-Shirts auf dem Hartplatz am Jugendzentrum Second Home und schütteln sich das Wasser aus den Haaren. Trocken werden sie bis zum Nachmittag wohl nicht mehr. Denn an diesem warmen Mittwoch ist bei den Baunataler Sommerferienspielen Wasseraktionstag angesagt. Und auf die beiden Betreuer regnet es immer wieder kühles Nass, Wasserbomben, Wasserraketen und kalte Duschen.

Schwerter und Cisler gehören zu den 24 jungen Leuten, die dafür sorgen, dass die Ferienspiele rund laufen und die zehn Tage den 220 Sechs- bis Zwölfjährigen in neun Gruppen als kurzweiliges Erlebnis in Erinnerung bleiben. „Es ist gar nicht so leicht, über 20 Kinder zu beaufsichtigen und stundenlang zu unterhalten“, sagt Cisler. Der Fachoberschüler ist erst drei Tage dabei und froh, dass er Unterstützung von der erfahrenen Kassandra hat, die schon zum fünften Mal Betreuerin bei den Ferienspielen ist und sich extra dafür Urlaub genommen hat. „Das ist anstrengend“, bestätigt die junge Frau.

Dennoch hat Dirk Hoffmann keine Probleme, Betreuer zu finden. „Das ist eine tolle Truppe“, sagt der Leiter des Jugendzentrums. Schüler, Studenten und Auszubildende, oder junge Leute, die schon im Beruf stehen, kümmern sich um die Kinder und bieten ihnen ein Programm, das eine Mischung aus sportlichen Aktivitäten, kreativen Aktionen und Spiel beinhaltet.

„Neue Leute bringen da auch häufig neue Ideen mit“, sagt Hoffmann. Dazu gehört etwa der Bau von Wasserraketen, die vergangenes Jahr der Renner waren und auch diesmal wieder sehr beliebt sind.“ Hoffmann lässt den Betreuern viel Spielraum. Da darf auch Fasching mitten im Sommer gefeiert werden.

Beim Geld muss Hoffmann allerdings trotz der Zuschüsse der Stadt genauer hinschauen. Bestimmte Bastelideen scheiterten manchmal an den Kosten, sagt er. Dafür ist der geringe Preis für die Ferienspiele wohl unschlagbar, 40 Euro für das erste, 20 Euro für das zweite Kind einer Familie. Die Kinder sind für die Unterhaltung dankbar. „Zu Hause wäre mir jetzt langweilig“, sagt Mike Morneweg (10) aus Hertingshausen. „Ich würde sonst wohl jetzt vor dem Fernseher sitzen“, meint Dawinja Meisner (11) aus dem gleichen Stadtteil, deren Eltern wie die von Mike beide arbeiten. Sie ergänzt: „Hier habe ich jedes Mal viel Spaß.“

Von Peter Dilling

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