SPD feierte 111-jähriges Bestehen des Ortsvereins Kaufungen

+
Würdiger Empfang für den SPD-Landesvorsitzenden: Unser Bild zeigt (von links) Heidi Noll als Kaiserin Kunigunde (von links), den Ortsvorsitzenden Martin Hauck, die Bundestagsabgeordnete Ulrike Gottschalck, Alfred Noll als Kaiser Heinrich II., Thorsten Schäfer-Gümbel, die Europakandidatin Martina Werner, den Landtagsabgeordneten Timon Gremmels, den stellvertretenden Unterbezirksvorsitzenden Burkhard Finke und Kaufungens Bürgermeister Armin Roß.

Kaufungen. „Unser Festredner ist überpünktlich, wir können anfangen“, sagte Martin Hauck zu Beginn der Feierstunde zum 111-jährigen Jubiläum des SPD-Ortsvereins Kaufungen.

Zuvor hatte der Ortsvorsitzende die mehr als hundert Mitglieder sowie Gäste aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft begrüßt und den Chef der hessischen SPD und Spitzenkandidaten für die Landtagswahl, Thorsten Schäfer-Gümbel, mit Kaiserin Kunigunde und Kaiser Heinrich II. (Heidi und Alfred Noll vom Heimat- und Geschichtsverein) in das Foyer der Kaufunger Gesamtschule begleitet.

Mit dem Volkslied „Im Krug zum grünen Kranze“, das wie kaum ein anderes Lied Gefühle von Frieden, Freiheit und Heimatverbundenheit ausdrückt, stimmten die Musiker Reinhard Schneider und Rainer Salwiczek-Pfeifer die Gäste auf das Parteijubiläum ein.

Ein besonderer Gruß galt den Parteimitgliedern, die während der Feierstunde für Jahrzehnte lange Treue geehrt wurden, und dem langjährigen Bürgermeister Gerhard Iske, der einen Vortrag über die Geschichte der Kaufunger SPD hielt.

Festredner Thorsten Schäfer-Gümbel bezeichnete 2013 als das Jahr der deutschen Sozialdemokratie. Weltweit habe keine andere Partei eine 150-jährige Geschichte und so viele Erfolge aufzuweisen. Es habe aber auch Niederlagen und schmerzliche Verluste gegeben, sagte Schäfer-Gümbel.

Passende Einstimmung: Reinhard Schneider (links) und Rainer Salwiczek-Pfeifer von der Musikschule Söhre/Kaufunger Wald brachten während der Feierstunde Volks- und Arbeiterlieder zu Gehör.

Der Festredner erinnerte an Höhepunkte in der Geschichte der Partei wie an die vor 80 Jahren von Otto Wels (SPD) im Reichstag gehaltene mutige Rede gegen Hitlers Ermächtigungsgesetz und an den 50. Jahrestag der Verkündung des großen Hessenplans durch Georg August Zinn.

„Ohne die SPD hätte es keinen demokratischen Fortschritt gegeben“, sagte der Landesvorsitzende. Die SPD, so Schäfer-Gümbel in seiner Rückschau, stehe auch für die Einführung der Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, für das Frauenwahlrecht und die Gleichberechtigung von Frauen, die heute für ihre Arbeit immer noch 20 Prozent weniger verdienen als Männer.

Die SPD bleibe die Partei der Arbeit und Gerechtigkeit. Bildung für alle sei die Herausforderung der Zukunft, sagte der Landesvorsitzende. Seine Partei strebe eine Ausbildungsgarantie für unter 35-jährige Menschen an. Wesentlich weniger Arbeitnehmer sollten künftig im Niedriglohnsektor oder als Zeit- und Leiharbeiter beschäftigt sein, sagte der Redner.

Seine Partei, so Thorsten Schäfer-Gümbel weiter, werde Themen wie Solidarität und Gerechtigkeit wieder ins Zentrum rücken. Außerdem müsse Europa sich mehr als bisher zu einer Sozialunion weiterentwickeln, forderte der hessische SPD-Vorsitzende in Kaufungen.

Von Hans-Peter Wohlgehagen

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.