Für das Verbrennen von Weihnachtsbäumen gelten strenge Kriterien

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Faszinierend: In zahlreichen Orten des Altkreises gehen heute Weihnachtsbäume in Flammen auf. Unser Foto entstand beim Neujahrsfeuer der Jugendfeuerwehr Weimar und des Schützenvereins Heckershausen neben dem Festplatz an der Rasenallee.

Kreis kassel. Der Stolz vieler Familien zum Weihnachtsfest geht am Samstag gleich in mehreren Orten des Altkreises Kassel in Flammen auf: Am Vormittag gehen Mädchen und Jungen der Jugendfeuerwehren sowie Mitglieder von Vereinen von Haus zu Haus und sammeln die ausgedienten Christbäume ein.

Was dann folgt, ist für viele Menschen bereits seit Langem ein beliebtes Ritual zum Jahresauftakt: Am Nachmittag, wenn es langsam dunkel wird, werden die eingesammelten Christbäume unter Aufsicht der Feuerwehr an zentraler Stelle verbrannt. In Niestetal ist dies der Parkplatz am Naturerlebnisbad (ab 15.30 Uhr), in Kaufungen der Festplatz am Kreisel und in Fuldabrück die alte Kläranlage in Dörnhagen (jeweils ab 16.30 Uhr).

Doch ähnlich wie die Oster- sind auch die Neujahrsfeuer nicht unumstritten. So mancher Bürger fragt sich, warum er in seinem Garten keine Grünabfälle verbrennen darf, dies aber bei den Neujahrs- feuern möglich ist. Tatsächlich könne kein Privater zum Weihnachtsbaumverbrennen in den heimischen Garten einladen, sagt Harald Kühlborn, Sprecher der Kreisverwaltung, auf HNA-Anfrage.

Erlaubt seien derartige Veranstaltungen nur in Einzelfällen, etwa zu Jahresbeginn und zu Ostern, und nur dann, wenn damit eine Tradition fortgeführt wird. Dies geht auch aus einer entsprechenden Verfügung des Kasseler Regierungspräsidiums vom Mai 1996 hervor. Nach Angaben des Kreissprechers verzichten übrigens immer mehr Jugendfeuerwehren darauf, die eingesammelten Bäume zu verbrennen. Stattdessen werden sie, wie dieses Jahr in Lohfelden, zur Biokompostierung in die kreiseigenen Anlagen gebracht.

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