Ohne Umsteigen bis zu SMA: Ende 2012 direkte Busverbindung

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Niestetal. Die Forderung des Solartechnikherstellers SMA nach einer besseren Anbindung des Niestetaler Unternehmens an den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) trägt Früchte. 

Ab Dezember 2012 wird der Nordhessische Verkehrs-Verbund eine regelmäßige Busverbindung zwischen dem IC-Bahnhof Wilhelmshöhe, dem Hauptsitz von SMA in Sandershausen und der neuen Produktionsstätte der Firma im Gewerbegebiet Sandershäuser Berg anbieten.

Das bestätigte NVV-Sprecher Steffen Müller auf HNA-Anfrage.

Hintergrund für die Entscheidung sind Klagen von SMA über eine schlechte ÖPNV-Verbindung. Für Mitarbeiter und Besucher ist es bislang nicht möglich, ohne Umsteigen zu dem Weltunternehmen zu gelangen.

Damit dies künftig klappt, wird die in Naumburg beziehungsweise Schauenburg beginnende Buslinie 52 verlängert. Heute endet sie an der Haltestelle Mauerstraße / Königsplatz. In anderthalb Jahren wird das Ziel auf den Anzeigetafeln der Busse „Hermann-Scheer-Straße“ lauten. Von der neuen Haltestelle am Sandershäuser Berg aus, die an den 2010 verstorbenen SPD-Politiker und Solar-Vorreiter erinnert, können SMA-Mitarbeiter und Besucher bequem die neue Produktionsstätte erreichen.

Fotos: SMA-Neubau am Sandershäuser Berg wächst

Der SMA-Neubau am Sandershäuser Berg

Zuvor hält der Bus auch vor der SMA-Zentrale an der Hannoverschen Straße. 25 Minuten wird die Fahrt vom Bahnhof Wilhelmshöhe zur Firmenzentrale in Sandershausen nach Angaben des NVV-Sprechers dauern. In weiteren acht Minuten gelangen die Passagiere zum Sandershäuser Berg. Die Fahrzeit beträgt mithin also nur etwas mehr als eine halbe Stunde. Nach den Plänen des Verkehrs-Verbundes werden die Gelenkbusse im Halbstundentakt zwischen Schauenburg-Martinhagen und dem Sandershäuser Berg pendeln. Im Einsatz sind die Busse montags bis freitags von 4.30 bis 19 Uhr.

Nach den Berechnungen des NVV sind vier bis fünf Gelenkbusse notwendig, um die Linie zu bedienen. Laut Sprecher Müller wird die Leistung ausgeschrieben. Bis zum Start der Verbindung Ende 2012 soll es eine Zwischenlösung geben.

„Wir freuen uns“

Noch Diskussionen gibt es unterdessen über die Linienführung innerhalb der Stadt. Während die eine Variante vorsieht, die Gelenkbusse von der Mauerstraße über die Fuldabrücke und den Platz der Deutschen Einheit nach Niestetal rollen zu lassen, sieht die zweite Variante die Anbindung der Universität vor.

In diesem Fall würden die Busse zunächst den Holländischen Platz ansteuern und dann über die Hafenbrücke weiter zum Gewerbegebiet Sandershäuser Berg fahren.

Bei SMA zeigt man sich auf HNA-Anfrage zufrieden über die Initiative des NVV. Pressesprecherin Susanne Henkel: „Wir freuen uns.“

Von Peter Ketteritzsch

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