Louis Lindenborn hat mit Orgelmusik Flutopfern geholfen

+
Talent: Louis Lindenborn aus Schauenburg-Elgershausen hat sich das Orgelspielen selbst beigebracht. In der Kasseler Emmauskirche gab der 19-Jährige ein Benefizkonzert zugunsten der Flutopfer in Reichstädt (Sachsen).

Schauenburg. Louis Lindenborn hat die Hochwasserkatastrophe im Juni sehr berührt. Der 19-Jährige aus Elgershausen hat daraufhin das Heft selbst in die Hand genommen und geholfen. Der Organist veranstaltete ein eigenen Konzert und sammelte Geld für die Flutopfer.

Den Erlös gab er weiter an den Rotary Club Kassel-Wilhelmshöhe.

Der Rotaryclub Kassel-Wilhelmshöhe spendete 4000 Euro an Reichstädt in Sachsen, ein 1700 Einwohner-Ortsteil von Dippoldswalde, der besonders schwer von der Flut betroffen war.

Mehr als 1000 Euro davon hat Louis Lindenborn beigetragen. Der 19-Jährige hatte zugunsten der Flutopfer ein Sommerkonzert in der Emmaus-Kirche am Kasseler Brasselsberg gegeben, bei dem er Klavier und Orgelstücke zum Besten gab.

„Unzählige Menschen haben ihr Hab und Gut verloren“, sagte Lindenborn. Durch die Spendenaktion des Rotaryclubs eröffnete sich für mich die optimale Möglichkeit für eine direkte Hilfe.“

Der Abiturient ging bereits mit vier Jahren in die musikalische Früherziehung und bekommt seit seinem fünften Lebensjahr Klavierunterricht. Das Orgelspielen hat er sich selbst beigebracht. Seit 2011 ist Lindenborn regelmäßig als Organist in den evangelischen Kirchengemeinden Hoof und Elmshagen tätig und hilft auch bei anderen Gemeinden aus.

Das Konzert in der Emmaus-Kirche war für den 19-Jährigen gleichzeitig eine Gelegenheit, sich für ein Jahr von Familie und Freunden zu verabschieden, weil er ab September ein freiwilliges soziales Jahr in London verbringen wird.

„Zum Dank für Louis Lindenborns Hilfe erfüllen wir ihm den Wunsch, ihm den Kontakt zu einem Rotaryclub in London zu vermitteln“, sagte Claus Peter Müller von der Grün, Präsident des Rotaryclubs Kassel-Wilhelmshöhe. „Sein selbstloses Handeln ist großartig, Beispiel gebend und ermutigend.“

Nach seinem freiwilligen sozialen Jahr möchte der Abiturient studieren und danach vielleicht in den Bereich Konzertmanagement gehen. „Wenn es mir in London gut gefällt, bleibe ich vielleicht auch dort“, sagte er.

Auf jeden Fall will Lindenborn auch in London eine Möglichkeit finden, seiner Leidenschaft nachzugehen, dem Spielen auf der Königin der Instrumente.

Von Theresa Ziemann

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.