Renovierung der Kirche Obervellmar abgeschlossen – Gottesdienst am vierten Advent

Orgelpfeifen eingebaut

Vertrauter Klang: Die 237 Jahre alte Orgel wurde vor Beginn der Renovierungsmaßnahmen ausgebaut und gesichert. Jetzt werden die 1042 Orgelpfeifen von Andy Köhler, einem Mitarbeiter der Orgelbaufirma Elmar Krawinkel aus Trendelburg, eingebaut, intoniert und gestimmt. Foto: Brandau

Vellmar. Die Renovierungsarbeiten an der Obervellmarer Kirche sind so gut wie abgeschlossen und der Termin für den ersten Gottesdienst steht auch schon fest: Am Sonntag, 19. Dezember, ab 17 Uhr wird nach fast sechsmonatiger Bauzeit wieder der erste Gottesdienst gefeiert.

Ein zartes Altrosa ziert die Wände und lässt die rund 600 Jahre alte Kirche heller und freundlicher erscheinen. Neben einer neuen Fußbodenheizung wurden Fenster, Türen und Bänke mit einem frischen Anstrich versehen und auch der historische Mittelgang ist wieder hergestellt.

Doch noch bestimmen Handwerker das Geschehen. Maler versehen Kanzel und Schalldeckel noch mit neuer Farbe, Elektriker schließen Schalter und Steckdosen an und auch die Orgel von 1773 wird derzeit wieder eingebaut und neu gestimmt.

Neue Heizung

„Dass wir im Zuge der Renovierung den alten Mittelgang wieder herstellen, war ein sehr oft geäußerter Wunsch in unserer Gemeinde“, erklärt Architekt Albert Bunse. Der Baufachmann ist mit den Renovierungsarbeiten sehr zufrieden. Es konnten nicht alle Fehler rückgängig gemacht werden, die bei der letzten Renovierung 1965 entstanden waren. Aber durch die neue Heizung, den Mittelgang und die verhaltenen Veränderungen an der Orgelempore habe die Kirche gewonnen, meint Bunse.

Auch der Kostenrahmen, der mit 187 000 Euro veranschlagt war, wurde lediglich um 2000 Euro überschritten. Mit dem Zuschuss des Kirchenerhaltungsfonds waren für die dringend benötigten Renovierungsarbeiten bereits 116 000 Euro gesammelt worden. Die Differenz wird nach Zusagen des Kirchenkreisamtes durch Spenden, Zuschüsse und durch Eigenleistungen der Gemeinde ausgeglichen.

In den nächsten Tagen wird die Kirche gereinigt, werden die frisch gestrichenen Bänke aufgestellt und die Heizung in Betrieb genommen. Dann ist auch die Orgel fertig und es werden zum Festgottesdienst, der von den Pfarrerinnen Birgit Grimsel und Silke Kohlwes gestaltet wird, viele Besucher erwartet.

Dass den Kirchenbesuchern das renovierte Gotteshaus gefallen wird, da ist sich Albert Bunse ganz sicher. „Die Menschen werden den Mittelgang ebenso schätzen wie die Fußbodenheizung und die angenehme Atmosphäre ihrer Kirche.“

Von Werner Brandau

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