Baunataler Frauen-Union ist seit 25 Jahren das charmante Gesicht der Partei

Mit Ostereiern und Hering

Sind seit vielen Jahren in der Frauen-Union engagiert: Heidemarie Slama (stellvertretende Vorsitzende, links) und Marion Gröschel (Vorsitzende). Foto: Dilling

Baunatal. Europa steckt in der Krise. Manche Staaten denken über einen Austritt nach. Da hilft es vielleicht, Politikern und Bürgern die Vorteile schmackhaft zu machen.

Die Damen der Baunataler Frauen-Union haben das schon 1989 vorgemacht: Beim Bezirksparteitag der CDU für die Europawahl servierten sie in der Stadthalle Tsatsiki aus Griechenland, Käse aus Frankreich und weitere Spezialitäten Europas.

Diese Aktion ist vielleicht typisch für die Art, wie die – heute rund 30 – CDU-Frauen seit 25 Jahren ihren Beitrag zur Politik leisten. Sie verkörpern das charmante Gesicht ihrer Partei. Sie zeigen weniger Flagge durch politische Reden, sondern mehr durch Taten, die Bürgernähe und Mitgefühl demonstrieren. Die Frauen verteilen jedes Jahr Ostereier auf dem Marktplatz, bieten mit ihrem traditionellen Schmandheringsessen am Aschermittwoch Kommunalpolitikern eine Plattform für zwanglose Gespräche, engagieren sich mit Wahlkampfständen und karitativ.

Die Frauen-Union hat für Afrika gespendet, ein durch Verbrühung schwer verletztes Kind aus Baunatal, ein Heim für allein erziehende Mütter sowie drogenabhängige Jugendliche unterstützt.

Mit Erfolg engagierten sich die CDU-Damen für ein neues Textilgeschäft in Altenbauna, als „Textilia“ am Marktplatz schloss. „Es gab ja sonst kein Modegeschäft für ältere Frauen in der Stadt“, erzählt Marion Gröschel, Gründungsmitglied und Vorsitzende der Frauen-Union Baunatal. Die Belange von Frauen nach vorn zu bringen, das war 1988 das erklärte Ziel der Damen, die unter Führung der – inzwischen verzogenen – Anne Sievers im Hotel Stadt Baunatal die CDU-Frauenvereinigung gründeten.

Typische Aktion: Anja Blosseg (von links), Erika Schafdecker, Heidemarie Slama und Lotte Pinkernell verteilten schon 1995 Ostereier im Baunataler Stadtzentrum. Repro: HNA/nh

„Frauen werden nicht so gefördert wie Männer“, sagt Heidemarie Hempel aus Schauenburg, die mit weiteren Mitstreiterinnen im gemütlichen, ausgebauten Kellerram der Familie Gröschel die nächsten Aktionen plant.

Marion Gröschel sieht nach 25 Jahren Fortschritte. „Es gibt mehr Frauen, die sich politisch engagieren“, sagt sie. Doch leider sehe das in ihrem eigenen Parteiumfeld nicht so gut aus. „Wir werden von unserem Stadtverband nicht so akzeptiert“, sagt die Vorsitzende.

„In der CDU-Stadtverordnetenfraktion könnten ein paar Frauen mehr drin sein“, ergänzt ihre Stellvertreterin Heidemarie Slama. Die Frauen-Union selbst wünscht sich auch weitere Mitstreiterinnen.

Heringsessen: Aschermittwoch, 13. Februar, ab 17 Uhr, Clubhaus Hertingshausen am Sportplatz. Mit dabei Umweltministerin Lucia Puttrich. Info und Kontakt: Marion Gröschel. Tel. 05665/67 68.

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