Verkehrsader in Bergshausen: Landesregierung sagt Zuschuss zu – 2,5 Millionen Euro Gesamtkosten

Ostring wird 2014 endlich saniert

Tiefe Schlaglöcher: Der nördliche Teil des Ostrings in Bergshausen ist dringend sanierungsbedürftig. Die Straße wurde seit Jahren immer wieder notdürftig ausgebessert, im kommenden Jahr soll sie nun endlich grundlegend saniert werden. Foto: Schindler

Fuldabrück. Schlaglöcher, Bodenwellen und eine unzureichende Verkehrsführung: Seit Jahren warten die Anwohner des Ostrings-Nord in Bergshausen darauf, dass ihre Straße in einen vernünftigen Zustand versetzt wird. Jetzt soll es endlich losgehen. Die Landesregierung hat jetzt grünes Licht für den erhofften Zuschuss gegeben.

Die Baumaschinen werden allerdings erst im kommenden Frühjahr anrücken. Zunächst soll nun die Detailplanung erstellt werden, bis zum Herbst müssen die Arbeiten ausgeschrieben und vergeben sein.

Zuschuss von 934 000 Euro

Die Gemeinde rechnet mit einem Landeszuschuss in Höhe von 934 000 Euro, um das 2,5 Millionen Euro teure Gesamtprojekt stemmen zu können. Der Kanal wurde bereits in diesem Jahr erneuert, nun kann der 700 Meter lange Abschnitt zwischen Kreisel und Kasseler Straße von Grund auf saniert werden.

Dazu wird der Asphalt entfernt und die Straße ausgebaggert. 60 Zentimeter stark soll der Straßenaufbau künftig sein, die bisherigen 30 Zentimeter haben dem Schwer- und Lieferverkehr zu den anliegenden Geschäften und Betrieben nicht standgehalten.

Nach einer aktuellen Verkehrszählung aus dem Jahr 2013 fahren durchschnittlich 8000 Fahrzeug pro Tag auf der Straße, darunter sind 800 Lkw.

Im März 2014 soll mit den Bauarbeiten begonnen werden, sie werden sich über sieben Monate hinziehen. Die Erreichbarkeit werde auch während der Bauzeit gewährleistet, sagen die Vertreter des Planungsbüros pwf (Kassel), die mit dem Projekt betraut sind. Ob die Bauarbeiten abschnittsweise oder längs mit halbseitiger Sperrung ausgeführt werden, ist noch unklar.

Die Sanierung der Straße soll auch dazu genutzt werden, die teilweise hohe Fahrgeschwindigkeit auf der wichtigen Verkehrsader zu verringern. Dazu wird der Querschnitt deutlich vermindert. Bisher ist die Straße bis zu 10,50 Meter breit, künftig stehen nur noch 6,50 Meter für den Verkehr zur Verfügung.

Hinzu kommen beidseitig bis zu 2,50 Meter breite Gehwege. Bergab in Richtung Norden erhalten die Radfahrer eine markierte Spur auf der Straße.

In Gegenrichtung bergauf dürfen die Radfahrer auf dem Gehweg mitfahren – dies sei ein Wunsch aus der Bevölkerung gewesen, sagte Bürgermeister Dieter Lengemann (SPD). Radfahrende Eltern wollen mit ihren Kindern lieber den Gehweg nutzen als die Straße. Zum Abstellen der Fahrzeuge werden 85 Parkplätze geschaffen, im oberen Bereich längs zur Fahrtrichtung, im unteren Bereich quer. Auch neue Bäume werden gepflanzt, sie sollen die vorhandenen Baumreihen schließen. Die Bushaltestellen werden erneuert, behindertengerecht ausgebaut und mit Wartehäuschen versehen.

Von Holger Schindler

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